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26.03.2017

Theater in Zehlendorf-Mitte: Boeing Boeing!

Auf eine lange Tradition können auch die „Schattenlichter“ (www.schattenlichter.info) zurückschauen. Sie spielten im Februar bereits ihr 35. Stück im Paulus-Gemeindehaus am Teltower Damm 6. Nur an drei Abenden Ende Februar war die sehr engagierte Thea­tergruppe vor vollen Rängen zu bestaunen – jetzt heißt es wieder ein Jahr lang warten.

Das neue Stück hieß „Boeing Boeing“, es stammt von Marc Camoletti. Vor allem die Senioren aus Zehlendorf, die sich dank kurzer Wege sehr über diese Theatervorführungen im eigenen Kiez freuen, hatten wieder viel Spaß an der Aufführung, die mit ihren erotischen Verwicklungen für viel Knistern und Gekicher unter den Zuschauern sorgte.

Zugegeben: Max (Justin Becker), der im Jahr 1995 zusammen mit seiner Haushälterin (Kristina Lane) im wiedervereinigten Berlin lebt, hat es wirklich gut. Drei Freundinnen hat er, allesamt Stewardessen, denen er die Ehe versprochen hat. Der Reihe nach, aber nie gemeinsam, schneien sie bei ihm herein, verwöhnen den lieben Max und zwitschern wieder ab, bevor sie ihm langweilig werden. Micha (Iver Lauermann), der aus Görlitz zu Besuch kommt, kann da nur staunen. Aber was passiert, wenn sich plötzlich die Flugpläne ändern und alle drei Liebschaften gleichzeitig zu ihrem Maxe drängen? Dann braucht es schon die geballte Hilfe von Haushälterin und Görlitz-Kumpel, um die Damen mit ihren Liebesgelüsten auf Abstand zu halten.

„Boeing Boeing“ ist von Anfang bis Ende sehr vergnüglich – und steuert auf den unausweichlichen Massenkonflikt zu, während sich die Zuschauer vor Spannung auf den Stühlen winden, wenn sich zwei Damen wieder nur um Haaresbreite auf der Bühne verpassen.

Wunderbar: Jolanda von Alitalia (Susanne Wein) spricht mit italienischem Akzent, Jacqueline von Air France (Elke Brumm) mit französischem und Jana von Airberlin (Lisa Schätzlein) mit berlinerischem. Das macht beim Zuhören sehr viel Spaß – vor allem das entsetzte „Mon Dieu“ der vermeintlichen Französin bleibt einem lange im Kopf hängen.

Kurzum: Ein tolles Stück ohne Längen und mit viel Komik, das von der sehr engagierten Truppe voller Leidenschaft und ohne Hänger einem dankbaren Publikum präsentiert wurde. Das war übrigens für 5 Euro Eintritt mit dabei. In den Pausen gab es belegte Stullen, Naschereien und Getränke. (Text / Fotos: CS)

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