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27.10.2017

Nachgefragt #13: Katrin Kaiser

Katrin Kaiser (55): Ich bin in Berlin geboren und lebe seit fast 45 Jahren in Nikolassee. Ich kenne noch die Buslinie 18, die uns ohne Umwege nach Zehlendorf brachte. Seit mehreren Jahre habe ich eine Nachhilfeschule in Zehlendorf – „Des Kaisers neue Schule“. Viele Schüler haben mit unserer Hilfe ihre Wunschnote bekommen.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Mein Hund Teddy und ich laufen gerne an der Stammbahn. Das ist eine der alten S-Bahn-Strecken, die schon sehr lange außer Betrieb sind. Es gibt einen Bahnübergang am Idsteiner Weg, da führt ein Wanderweg an den Bahnschienen lang. Idylle pur!

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

Die Nachhilfeschule liegt an der Martin-Buber-Straße, daher bin ich viel in Zehlendorf-Mitte unterwegs. Auf dem Teltower Damm bekommt man alles, was man benötigt. Bei Bonita oder Inspiration finde ich fast immer was zum Anziehen!

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

Der kleine Hunger ist bei mir immer auch ein großer Hunger. Gerne stille ich den bei GoodTime am Teltower Damm 46. Traumhafte Küche mit frischen Zutaten. Die Suppen und Salate sind ein Genuss.

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

Jeder sollte seinen Lieblingsitaliener haben. Meiner ist die Trattoria Piazza Siciliana in der Lindenthaler Allee 46. Echt Italia – traumhafte Pizzen und Pasta und ein sehr freundlicher Service.

Abends etwas trinken: Nur wo?

Im Sommer freue ich mich auf meinen Feierabend und bleibe auf meiner Terrasse. Im Winter kehren wir gern auf ein gutes Glas Wein beim Italiener ein.

Was für ein Laden fehlt Ihnen in Zehlendorf?

Mir fehlt nix! Es gibt so viele gute Einkaufsstraßen und Zentren, hier bekommt man doch alles für den täglichen Bedarf.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Von vielen Seite heißt es ja immer: „Rauhe Schale – weicher Kern“. Einige wirken auf den ersten Blick ein wenig arrogant – man muss sie näher kennenlernen, dann merkt man schnell, dass dem nicht so ist.

Was muss man in Zehlendorf gesehen haben?

Das Heimatmuseum. Hier gibt es immer neue Ausstellungen. Zusammen mit der Kirche aus dem Jahre 1768, dem Kirchhof und der Friedenseiche ist das kleine Haus Teil des „historischen Winkels“, einem Stück erhaltenen Dorfkerns. Und natürlich den Mexikoplatz, ein Schmuckstück mit den Springbrunnen und Blumenrabatten.

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Waren Sie schon einmal im Rathaus Zehlendorf? Im Bauamt? Es war einmal vor sehr langer Zeit… Man kommt sich hier vor wie bei „Zurück in die Vergangenheit“. Da muss der Bezirk noch ein bisschen Zeit und Geld in Sanierung und Modernisierung stecken, finde ich.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Die Antwort steckt im Namen: DORF. Alles ist sehr vertraut, man kommt schnell in Kontakt mit den Mitmenschen und seinen Nachbarn. Und wir haben so viele Ecken im Bezirk, die noch an die gute alte Zeit erinnern.

Was nervt an Zehlendorf?

In meinem Kiez gibt es eine Ecke, die mir immer wieder ins Auge fällt. Der Leerstand Clayallee/Berliner Straße. Dort, wo die Bank war – das wirkt so trostlos.

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

Ich habe für meine Schule wunderschöne Räume in der Martin-Buber-Str. 12 gefunden. Im 4. Stock hat man einen wunderschönen Ausblick und unsere Kunden finden immer einen Parkplatz.

(Foto: CS)

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