Anzeigenzeitung für Zehlendorf, Steglitz & Umland - 03322-5008-0 - info@zehlendorfaktuell.de

02.01.2017

Nachgefragt #3: Reinhard von Ramin

Reinhard von Ramin (74) ist gebürtiger Berliner und in Wilmersdorf aufgewachsen. Er studierte in Hamburg Volkswirtschaft und lebte zwischendurch auch in Charlottenburg, Frankfurt und München. Seit 1984 wohnt der ehemalige Unternehmensberater an verschiedenen Plätzen in Zehlendorf, mit einem zweiten Standbein in Kitzbühel und später in Cape Coral, Florida.

Er hat vor einigen Jahren die Unternehmensberatung verkauft und hilft heute seiner Frau „Nika Lubitsch“ bei den Recherchen zu ihren Kriminalromanen, die hauptsächlich in Zehlendorf spielen.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Das ist auf jeden Fall der Schlachtensee oben an der Fischerhütte. Dort kehre ich auch gern ein, um das Treiben rund um den See zu beobachten und um etwas Leckeres zu essen.

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

Wir haben totales Glück, denn wir wohnen in der Nähe vom Bogenhaus. Da gibt es alles, was man für den täglichen Bedarf benötigt, Lebensmittel, Apotheke, Brillen und: Parkplätze!

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

Das ist der Currywurststand bei Krasselt vorn bei Kaisers in der Clayallee. Da kann ich kaum widerstehen.

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

In meine Küche. Meine Frau kocht nun mal wie eine Fee. Wenn sie keine Lust dazu hat, dann kommt es darauf an: Wenn es schnell gehen soll, dann geht es zu unserem „Puschenitaliener“ Piazza Siciliana, weil wir dahin laufen können. Unprätentiös und lecker: Das „Adria“ in der Potsdamer Chaussee. Wenn es ein wenig feiner sein soll, dann sind wir bei Basti im „Il Brunello“ in der Spanischen Allee. Im Sommer sitzen wir auch gern ein paar Meter weiter auf der Terrasse vom „Pikilia“ und lassen uns mit griechischen Vorspeisen verwöhnen. Und nach einem schönen Film im Adria-Kino sind wir immer wieder gern bei unserem Lieblings-Inder „Nirwana“ in der Schlossstraße.

Abends etwas trinken: Nur wo?

Wenn ich mit einem Freund nur schnell ein Bierchen trinken möchte, dann sind Sascha und seine Derby-Klause meine erste Wahl. In der Robert-von-Ostertag-Straße.

Was für ein Laden fehlt Ihnen in Zehlendorf?

So ein richtiger türkischer Supermarkt. Wenn ich eine ordentliche Lammkeule kaufen will, Kalbsgulasch, frischen Mittelmeerfisch oder Obst und dicke Bündel mit Kräutern und das alles zu Superpreisen, dann muss ich immer nach Schöneberg fahren. So ein Laden um die Ecke wäre toll.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Der typische Zehlendorfer will meiner Meinung nach einfach seine Ruhe haben.

Was muss man in Zehlendorf unbedingt gesehen haben?

Unsere wundervollen Seen, die sich wie Perlen an einer Kette durch den Grunewald schlängeln. Den Mexiko-Platz, wenn hinter den Gleisen glutrot die Sonne untergeht.

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Eine Rotte Wildschweine, die einem entgegenkommt, wenn man im Auto sitzt.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Man wohnt in der Großstadt, fühlt sich aber in Zehlendorf wie auf dem Dorf.

Was nervt an Zehlendorf?

Mich nervt, dass hier um 21.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Ich war ganz erstaunt, als ich neulich um 17.00 Uhr in ein Restaurant ging und alle Plätze besetzt waren. Jetzt weiß ich, warum „meine“ Restaurants immer halb leer sind, wenn wir essen gehen, die meisten Gäste kommen zur „Kindergeburtstagszeit“. Auch im Angebot der Restaurants spiegelt sich immer mehr das Alter der Gäste wider: Es wird fast nur noch Mineralwasser mit wenig Kohlensäure angeboten und das Essen ist so gut wie ungesalzen. Ich bin zwar auch nicht mehr taufrisch, aber ich will meine Getränke und mein Essen gern noch spüren.

Das Beste, was Ihnen in Zehlendorf je passiert ist…

Dass wir eine perfekte, altengerechte Wohnung gefunden haben, wo ich ohne eine einzige Treppe zu steigen mit dem Fahrstuhl aus der Tiefgarage direkt in meine Wohnung komme. Und wenn man später nicht mehr fahren kann, direkt vor der Tür hält ein Bus, der mich zu allen meinen Lieblingsplätzen, zu Supermärkten und Ärzten bringt und Anschluss an U- und S-Bahn bietet. Aber wenn ich hinten aus dem Fenster schaue, dann sehe ich nur Garten und uralte Bäume.

Foto: Porträt by TIKWA (Mathias Neumann)

Seitenaufrufe: 76

Zum Thema passende Artikel

23.04.2017

Scheibes Kolumne: 50 Jahre im Sauseschritt

Alles im Leben hat seine Zeit. Der Autor dieser Kolumne ist gerade 50 Jahre alt geworden, die Hälfte des Lebens ist also vorbei. Mitleidig fragen Freunde: Und, war‘s schlimm? Nein, es hat gar nicht wehgetan. Es ist nur ein weiterer Schritt auf der Leiter der Erkenntnis, dass man nur einmal lebt. Wenn man das aber richtig macht, dann reicht das ja auch. mehr…

22.04.2017

Nachgefragt #7: Vince Wagenknecht

Vince Wagenknecht (Foto links) und Markus Scheer haben Ende letzten Jahres ein ganz ungewöhnliches Restaurant am Teltower Damm (neben dem Bali Kino) eröffnet – das Sixteen Bites. Hier gibt es leckere Burritos mit vielen hausgemachten, frischen Zutaten. Vince Wagenknecht wohnt in Steglitz, arbeitet in Zehlendorf – und kennt sich in der Region bestens aus. mehr…

26.03.2017

Nachgefragt #6: Dr. Markus Hansen

Ich bin Physiker, arbeite seit über 30 Jahren als Orthopäde und habe vor gut 12 Jahren meine orthopädische Massen-Kassenpraxis gegen eine kleine Privatpraxis eingetauscht. Es geht dabei nicht darum, nur noch Privatpatienten zu behandeln; in den letzten Jahren sind genauso viele gesetzlich Versicherte wie privat versicherte Patienten zu mir gekommen. mehr…

25.03.2017

Scheibes Kolumne: Ich habe Futterneid!

Schlechte Charaktereigenschaften gibt es zur Genüge. Der eine flucht im Auto, der andere drängelt sich in jeder Schlange vor. Manche trinken gern einen über den Durst und werden dann aggressiv. Oder sie reden zu laut, kommen einem zu nahe, sind Angeber oder popeln in der Öffentlichkeit. mehr…

25.03.2017

Nachgefragt #5: Katja Desens

Katja Desens wurde in Wuppertal geboren, hat da aber nie gelebt. Ihr Abi hat sie im Sauerland gemacht, ihr Studium der Geisteswissenschaften in Aachen (Germanistik und Anglistik) abgeschlossen. Ihr Radiovolontariat hat sie im belgischen Eupen absolviert. Von da ging es dann gleich zu 104.6 RTL nach Berlin – als Morgenmoderatorin und Redakteurin. mehr…

25.03.2017

Nachgefragt #4: Elke Brumm

Elke Brumm (auf dem Foto links) zog 1971 im Alter von vier Wochen nach Zehlendorf-Mitte. Ihren gesamten Bildungsweg von der Vorschule bis zum Magisterabschluss absolvierte sie – damals noch als Elke Moews – im Grünen Bezirk: an der Nord-Grundschule, am Schadow-Gymnasium und an der Freien Universität, wo sie Theaterwissenschaft und Neuere deutsche Literatur studierte. mehr…

02.01.2017

Scheibes Kolumne: Schule einmal ganz anders!

Letztens habe ich geträumt, ich bin wieder in der Schule. Im Werner-von-Siemens-Gymnasium in Nikolassee. Nichts hat sich im Traum geändert in den über 30 Jahren, die ich nach dem Abitur schon hinter mich gebracht habe. Nur ist bei bei meinem erneuten Schulbesuch plötzlich alles anders. mehr…

02.01.2017

Nachgefragt #3: Reinhard von Ramin

Reinhard von Ramin (74) ist gebürtiger Berliner und in Wilmersdorf aufgewachsen. Er studierte in Hamburg Volkswirtschaft und lebte zwischendurch auch in Charlottenburg, Frankfurt und München. Seit 1984 wohnt der ehemalige Unternehmensberater an verschiedenen Plätzen in Zehlendorf, mit einem zweiten Standbein in Kitzbühel und später in Cape Coral, Florida. mehr…

02.01.2017

Nachgefragt #2: Oliver Becker

Oliver Becker (44) stammt aus dem hohen Norden – er ist in Bremerhaven aufgewachsen. Seit 2014 wohnt er in Berlin am Wannsee – und hat sich hier ganz dem Thema Sicherheit verschrieben. Der Personenschützer, der bereits auf Bud Spencer aufgepasst hat, hat die becker security group gegründet, die den Wachschutz einzelner Immobilien regelt. mehr…

21.12.2016

Scheibes Kolumne: Für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Die lokale Berichterstattung macht Journalisten, die nach Höherem streben, wirklich Bauchschmerzen. Anstatt Verschwörungen aufzudecken, die vom Kreml bis ins Weiße Haus reichen, spüren sie den ganzen Tag dem Verein der Kaninchen-Züchter hinterher, schauen kleinen Kindern bei der Show-Vorführung ihres Sportvereins zu, … mehr…

21.12.2016

Nachgefragt #1: Nero Brandenburg

Nero Brandenburg (75) war viele Jahrzehnte lang eine DER Stimmen im Berliner Radio-Äther. Seit dem Ende des RIAS am 31. Dezember 1993 befindet sich der Mann, der in der Hauptstadt alle kennt und der mit „Dingeling“ sogar einen eigenen Hitparaden-Song hatte, im Unruhestand. mehr…

21.12.2016

Scheibes Kolumne: Der Winter naht – Großalarm!

Es ist immer wieder das gleiche. Im Urlaub steht man am Strand, die glühend heiße Sonne fräst einem kleine Brandblasen auf den Rücken, das Meereswasser umspült die ins Nass getauchten Beine – und wohlig seufzt der Mann: „Ach, hier ist es schön. Für mich könnte es immer Sommer bleiben!“ mehr…

05.10.2016

Scheibes Kolumne: Einkaufen war ja früher entspannter

CarstenScheibeneuFrüher war Einkaufen ja ganz einfach. Einkaufszettel in die Hand nehmen, Artikel in den Korb legen, an der Kasse bezahlen, ab nach Hause! Das war einmal. Heute mutet ein Besuch im Supermarkt an wie eine organisierte Beschäftigungstherapie für chronisch Unterforderte mit angeschlossener Ergotherapie und inkludiertem Intelligenztest. mehr…

02.10.2016

Scheibes Kolumne: Von Klospülungen und trockenen Händen

CarstenScheibeneuEs ist ein echter Kardinalfehler von mir, jedes Mal im Kino zu diesem einen bestimmten Erfrischungsgetränk zu greifen, das aus herben Holunderbeeren hergestellt wird. Es sorgt dafür, dass meine Nieren im Kino Sonderschichten schieben und jeden Tropfen Flüssigkeit aus den Adern herauspressen. mehr…

02.10.2016

Scheibes Kolumne: Leider nicht allein im Kino!

0911 scheibeEin bis zwei Mal im Monat gehen wir Jungs ins Kino, um den neuesten Action-Film mit viel Ballerei und ohne störende Knutschszenen und Romantik zu gucken. Keine Frage: Kino ist teuer. Kommt dann noch der 3D-Effekt hinzu, könnte man sich für das Geld auch gleich die DVD kaufen. Wer sich zusätzlich noch Popcorn und eine Cola leistet, könnte mit dem Geld sogar den limitierten Director‘s Cut auf Blu-ray erwerben. mehr…

02.08.2016

Scheibes Kolumne: Und es hat Bzzz gemacht!

0911 scheibeMitternacht. Im Schlafzimmer von Alexander und Petra ist das Fenster weit geöffnet. Die Hitze des Sommers muss raus aus dem Haus – und die erfrischende Kühle der Nacht soll herein. mehr…

Unsere Schwestern­zeitung