Anzeigenzeitung für Zehlendorf, Steglitz & Umland - 03322-5008-0 - info@zehlendorfaktuell.de

23.09.2015

Zehlendorf: Spannende Biographien aus Ostdeutschland

diakonieLesung „Diakonieschwestern: Arbeit und Leben in der SBZ und der DDR“ mit Dr. Ulrike Gaida am 6. Oktober um 19 Uhr im Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V.. Der Eintritt ist frei.

Über die Lebensumstände und Arbeitserfahrungen von Diakonieschwestern in der ehemaligen DDR ist wenig bekannt. Diakonieschwester und Historikerin Dr. Ulrike Gaida hat sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt und anhand vieler Einzelinterviews mit Zeitzeuginnen das Buch „Diakonieschwestern: Arbeit und Leben in der SBZ und der DDR“ geschrieben. Erstmalig berichten Diakonieschwestern aus ihrem Leben in Ostdeutschland von der Nachkriegszeit bis zur Wende 1989. Sie erzählen über ihre Erlebnisse, Ansichten und Lebensumstände in Familie und Diakonieschwesternschaft sowie über Arbeitsbedingungen in kirchlichen Einrichtungen. „Diakonische Einrichtungen blieben auch mit Hilfe ihres Engagements im sozialistischen Staat lebendig“, so Ulrike Gaida.

Anlässlich des 120-jährigen Jubiläums der Schwesternschaft wurde dieses Buchprojekt vom Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. in Auftrag gegeben. Es erscheint im November 2015 im Mabuse-Verlag in Frankfurt am Main und versteht sich als ein Beitrag zur Geschichte der Pflege, zur diakoniehistorischen Forschung sowie zur Alltagsgeschichte der DDR.

Dr. Ulrike Gaida, geboren 1961, arbeitete viele Jahre als Krankenschwester, zuletzt im Hospiz. Nach ihrem Studium der Geschichtswissenschaften in Berlin, Edinburgh und Bielefeld arbeitete sie als Dozentin in der Bildungs- und Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Zum Thema der „Euthanasie“-Morde erschien 2006 ihr Buch „Zwischen Pflegen und Töten. Krankenschwestern im Nationalsozialismus. Einführung und Quellen für Unterricht und Selbststudium“. 2010 promovierte Frau Gaida über „Bildungskonzepte der Krankenpflege in der Weimarer Republik. Die Schwesternschaft des Evangelischen Diakonievereins e.V. Berlin-Zehlendorf“, eine Kollektivbiographie.

Die Lesung findet im Rahmen der „Zehlendorfer Impulse“ statt, die der Evangelische Diakonieverein im Januar 2014 erfolgreich anlässlich seines 120jährigen Jubiläums ins Leben gerufen hat. „Neben unserem breiten Spektrum an Bildungsangeboten sowie unserem Tagungs- und Gästebetrieb in Zehlendorf möchten wir uns als offenes Haus mit anspruchsvollen kulturellen Angeboten im Berliner Südwesten präsentieren“, so Jan Dreher, Vorstand des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V.

Veranstaltungsort ist das Van-Delden-Haus (Betsaal), Busseallee 23-25, 14163 Berlin-Zehlendorf. Der Eintritt ist frei. Spenden für die diakonische Bildungsarbeit des Evangelischen Diakonievereins sind jedoch möglich und erwünscht. Um eine formlose Anmeldung an info@diakonieverein.de wird gebeten.

Weitere Informationen unter: www.diakonieverein.de

Weiterführende Informationen:
Christlich motivierte Pflege und gelebte menschliche Zuwendung – dafür steht der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. und seine Schwesternschaft seit über 120 Jahren. Die deutschlandweit größte evangelische Schwesternschaft vereint heute etwa 1900 Diakonieschwestern und Krankenpfleger, die bundesweit in rund 80 Kliniken, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Kirchengemeinden hauptsächlich in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege tätig sind. Zudem bildet der Evangelische Diakonieverein jährlich bundesweit rund 500 Schülerinnen und Schüler in der Gesundheits- und Krankenpflege, in Kinderkranken- und in der Altenpflege aus, zudem auch Hebammen. Der Verein gehört der Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband (Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.) an und ist außerdem in gliedkirchlichen diakonischen Werken vertreten. (Text & Foto: Evangelischer Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V., Melanie Wagner)

Seitenaufrufe: 27

Zum Thema passende Artikel

02.07.2017

Am Mexikoplatz

In Zehlendorf entwickelt sich das wirtschaftliche Leben in erster Linie rund um die vielen U- und S-Bahnhöfe. Hier entstehen lokal begrenzte Mikrozentren aus einer Handvoll kleiner Geschäfte, die zur Versorgung der Nachbarschaft beitragen. mehr…

05.10.2016

Scheibes Kolumne: Einkaufen war ja früher entspannter

CarstenScheibeneuFrüher war Einkaufen ja ganz einfach. Einkaufszettel in die Hand nehmen, Artikel in den Korb legen, an der Kasse bezahlen, ab nach Hause! Das war einmal. Heute mutet ein Besuch im Supermarkt an wie eine organisierte Beschäftigungstherapie für chronisch Unterforderte mit angeschlossener Ergotherapie und inkludiertem Intelligenztest. mehr…

Unsere Schwestern­zeitung