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29.10.2018

Nachgefragt #25: Achim Röhe und Nils Thamm von Weinreize

Seit 2016 betreiben die beiden Weinenthusiasten Achim Röhe und Nils Thamm einen kleinen, aber feinen Weinladen mit dem Namen „Weinreize“ (www.weinreize.com) in der denkmalgeschützten Onkel Toms Ladenstraße. Dort bieten sie unter dem Motto „Entdecke Deinen Wein“ vor allem Erzeugnisse abseits der immer gleichen Standardweine an.

Sehr beliebt sind ihre Produkte mit lokalem Bezug wie etwa die Weinserie „Tauts Farben“ oder der Glühwein „Berlin Taut auf“ in Anlehnung an die farbenprächtige Architektur Bruno Tauts. Ihr griechisches Olivenöl wird auch in der Sterneküche sehr geschätzt.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Direkt vor der Haustür. Die Waldsiedlung Onkel Toms Hütte liegt ja quasi in der Natur. Ansonsten natürlich die Krumme Lanke und der Schlachtensee.

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

Selbstverständlich in der Onkel Toms Ladenstraße. Hier findet man alles für den täglichen Bedarf – und mehr. Und wenn doch ein Wunsch offenbleiben sollte, wird man spätestens auf dem Wochenmarkt am Eingang Onkel Tom Straße fündig, der immer donnerstags stattfindet.

Abends etwas trinken: Nur wo?

Warum in die Ferne schweifen? Bei „Weinreize“ kann man gerne ein Glas Wein trinken. Gute Cocktails gibt es darüber hinaus im „Tomasa“ an der Berliner Straße. Gegen den Bierdurst hilft ein Stopp im „Gasthaus Kronprinz“, Clayallee Ecke Scharfestraße.

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

Da haben wir direkt zwei Alternativen: „Onkel Toms Burger“ – sehr lecker. Und wenn es asiatisch sein soll – „Mai 88“. Beide in der Ladenstraße Nord.

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

Dann sind wir gerne in der „Antipasteria Garbatella“ in der Onkel-Tom-Straße Ecke Scharfestraße zu Gast. Der Antipastiteller mit sardischem Knusperbrot ist eine Wucht. Außerdem essen wir bisweilen im Restaurant „Der Kretaner“ in der Riemeisterstraße. Eleni und Dimitris sind großartige Gastgeber und haben oftmals wenig bekannte traditionelle Gerichte auf der Karte – und eine beachtliche Weinauswahl.

Was für ein Laden fehlt Ihnen denn in Zehlendorf noch?

Wir waren sehr traurig, dass „Musik Oehme“ kürzlich geschlossen hat. Die wollen wir zurück!

Wie beschreiben Sie eigentlich den typischen Zehlendorfer?

Der Zehlendorfer mag es, etwas abseits vom Trubel zu leben, und schätzt es dennoch, nicht weit von der City zu sein. Viele Zehlendorfer sind beständig und leben ihr ganzes Leben in ihrem Kiez. Dabei bieten sie auch Zugereisten – wie uns – eine Heimat, so dass man hier nicht mehr weg möchte.

Was muss man in Zehlendorf unbedingt gesehen haben?

Den Botanischen Garten natürlich, den Mexikoplatz und die schönen kleinen Dorfkirchen in Dahlem und Zehlendorf Mitte.

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Das Bezirksrathaus. Wann immer wir dort etwas zu tun hatten, waren wir erstaunt, wie freundlich man in diesem heruntergekommenen Gebäude empfangen wird. Und das, obwohl zu befürchten ist, dass einem dort bei längerer Tätigkeit die – Achtung Wortspiel – Decke auf den Kopf fällt.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Zehlendorf liegt im Grünen und hat alles, was man braucht – ohne allzu cool zu sein. Das macht Zehlendorf extrem, wie soll man sagen, „lässig“. Das trifft es am besten.

Was nervt an Zehlendorf?

Nichts. Doch. Ersatzverkehr. Vielleicht.

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

Ein leeres Ladengeschäft mitten in einer der außergewöhnlichsten Einkaufsmeilen der Welt zu finden! Jawohl. Das musste mal gesagt werden! (Foto: CS)

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