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27.08.2018

Lichterfelde: Das Goerzwerk feiert!

Das Goerzwerk in Lichterfelde entwickelt sich in einem rasanten Tempo zu einem vor Kreativität brodelnden Hotspot der jungen Firmen, Manufakturen und Startups im Süden von Berlin. Beim Goerzwerk handelt es sich um einen historischen Gewerbehof, der 1915 bis 17 von Carl Paul Goerz als Filmfabrik und Glashütte erbaut wurde. (ANZEIGE)

Das imposante Backsteingebäude bietet auf mehreren Etagen eine Gesamtfläche von etwa 25.000 Quadratmetern. Die lichtdurchfluteten Räume mit ihren unverputzten Steinwänden wurden in den letzten Jahren in moderne Lofts umgewandelt, die an Firmen vermietet werden. 200 Parkplätze vor Ort, drei Lastenaufzüge, eine komplette EDV-Verkabelung, ein Pförtnerdienst, ein Zugang zum Zehlendorfer Stichkanal und eine eigene Kantine sorgen dafür, dass sich immer mehr Firmen auf dem Areal wie zu Hause fühlen.

Zum Goerzwerk gehört etwa die boozeMe GmbH, die mit dem Kukki-Cocktail den ersten Cocktail in der Flasche erfunden hat, bei dem die Eiswürfel bereits mit in der Flasche vorhanden sind. Die Dolci Eis GmbH aus Teltow nutzt den Standort für die eigene Manufaktur, um z.B. leckeres Stachelbeereis zu produzieren. Die Farkas Catering GmbH bietet ein Premium-Catering für Unternehmen und Events. Es dreht sich aber nicht alles nur ums Essen und Trinken im Goerzwerk. Andere Unternehmen produzieren Mode und Möbel, bieten moderne Sicherheitstechnik, planen Gartenanlagen oder treten für die Erhaltung der Natur ein.

Ein gutes Beispiel für ein typisch innovatives Startup im Goerzwerk ist die Freund GmbH, die eine Moos-Manufaktur unterhält. Wandbeschichtungen aus konservierten Moosen sorgen nicht nur für eine moderne Optik bei der Innenraumgestaltung, sondern fördern auch das Raumklima und absorbieren den Schall. Im Außenbereich werden lebende Moose für die Dach- und Wandbegrünung eingesetzt – sie dienen aber zugleich auch als Feinstaubfilter. Sebastian Busse arbeitet für die Firma. Er sagt über das Goerzwerk: „Hier ist ein gutes Sammelsurium an tollen Firmen entstanden. Niemand steht in direkter Konkurrenz zuein­ander, das sorgt für ein sehr nettes Miteinander. Tatsächlich haben sich hier schon viele Firmen gefunden, die neue Projekte nun gemeinsam angehen.“

Anusch Guyenz arbeitet direkt für das Goerzwerk. Sie erklärt: „Zurzeit haben wir etwa 110 Unternehmen, die einen Platz im Goerzwerk gefunden haben. Es gibt aber noch freie Flächen, um weitere Firmen aufzunehmen.“

Ein großes Thema ist seit kurzem das Coworking. Für Einzelkämpfer und Freelancer wird Platz in einem bereits gut organisierten Büroumfeld namens CoWerk angeboten, in dem die gesamte Infrastruktur für ein effizientes Arbeiten von der Küche, der Lounge und dem Konferenzraum bis hin zum individuellen Arbeitsplatz bereits vorhanden ist. Hier werden Menschen aus den verschiedensten Berufssparten an 30 voll ausgestatteten Arbeitsplätzen unter einem Dach arbeiten – und jeder bleibt doch sein eigener Chef. Seinen Platz im CoWerk kann man bis auf Widerruf mieten, gern aber auch nur für einen Monat.

Die Gemeinschaft wird groß geschrieben im Goerzwerk. Und so luden die Firmen am 29. Juni erneut zum Hoffest mit angeschlossenem Kreativmarkt ein. Das Goerzwerk verfügt über drei Innenhöfe. Auf dem größten hat man eine Bühne für Live-Musik aufgebaut, Bierzeltgarnituren aufgestellt und einen bunten Budenzauber inszeniert, sodass sich die einzelnen Betriebe dem Publikum vorstellen konnten. Die Standup-Paddler hatten sogar extra ein Wasserbecken befüllt, damit die Besucher sich probeweise auf eins der großen Schwimmbretter stellen konnten.

Viele Nachbarn, Kollegen, Geschäftspartner und auch Familien aus dem Kiez nutzten die Gelegenheit, sich auf dem Sommerfest blicken zu lassen. Vom Schokokusswerfen bis hin zum Hot-Dog-Wettessen gab es viele spannende Aktionen auf dem Fest. Viele wollten auch nur ein Dolci-Eis probieren, einen Kukki-Cocktail süffeln, ein Malz&Moritz-Craftbeer probieren oder sich von der Farkas-Kantinenmannschaft einen Goerzwerk-Burger brutzeln lassen.

Das Goerzwerk selbst wurde 2015 von Silvio Schobinger (und seinem Bruder als Teilhaber) gekauft – und sofort mit der Vision eines ebenso nachhaltigen wie auch modernen Business-Schmelztiegels umgebaut. Silvio Schobinger hat auch dafür gesorgt, dass auf Parties und Sommerfesten ein Gemeinschaftsgefühl entsteht und die Firmen untereinander ins Netzwerken kommen. Der Geschäftsmann, der seit kurzem sogar im Goerzwerk wohnt, hat inzwischen den Verein Goerzallee e.V. gegründet, um auch die anderen Unternehmen aus der Goerzallee mit in das Netzwerk zu integrieren.

Ganz aktuell ist vor Ort der Club Goerz­werk geplant, der am 1. November eröffnet werden soll, wenn alles nach Plan läuft. Hier können dann auf bis zu 600 Quadratmetern flexibler Nutzungsfläche 50 bis 500 Gäste feiern. Der Club lässt sich für Feiern mieten – und das Catering übernehmen gern die Firmen aus dem Goerzwerk.

Silvio Schobinger: „Auf das Dach vom Goerzwerk möchten wir nicht nur eine Photovoltaik-Anlage zur eigenen Stromgenerierung platzieren, sondern auch noch einen Pool installieren. Demnächst sind dann wohl auch Poolparties mitten auf dem Dach möglich. So wird das Goerzwerk zu einer der schönsten Party-Locations im Bezirk. Und da wir keine Nachbarn haben, kann sich auch niemand beschweren.“ (Text/Fotos: CS)

Info: Goerzwerk, Goerzallee 299, 14167 Berlin, Tel.: 030-2902768, www.goerz­werk.de

Dieser Artikel wurde in „ZEHLENDORF.aktuell“ Ausgabe 52 (7/2018) veröffentlicht.

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