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24.04.2018

Nachgefragt #19: Frank Mückisch

Frank Mückisch (61) ist in Steglitz-Zehlendorf Bezirksstadtrat für die Abteilung Bildung, Kultur, Sport und Soziales. Bevor Frank Mückisch Stadtrat wurde, hat er in einem Steuerbüro gearbeitet, war bei der Deutschen Rentenversicherung Bund tätig und hat an der Hochschule des Bundes am Fachbereich Sozialversicherung gelehrt.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Steglitz-Zehlendorf?

Mein Lieblingsplatz liegt in Nikolassee – in der beschaulichen Rehwiese. Der lange Zeit namenlose Platz wurde 2004 anlässlich seines hundert­sten Geburtstages nach dem Architekturkritiker und Kunsthistoriker Julius Posener benannt.

Shopping: Wo kann man das im Bezirk am besten?

Viele Dinge des täglichen Bedarfs finde ich rund um den U-Bahnhof Krumme Lanke. Wo sonst liegen zwei Buchhandlungen so nah beieinander?

Wenn der Hunger kommt: Das Restaurant Ihres Vertrauens?

Natürlich das Restaurant Skala in der Prinz-Friedrich-Leopold-Straße in Nikolassee. Hier bin ich immer willkommen und genieße das gute Essen und die freundliche Bedienung.

Was für ein Laden/Restaurant fehlt Ihnen in Steglitz-Zehlendorf?

Ich habe in Steglitz-Zehlendorf bislang wenig vermisst.

Was muss man in Zehlendorf unbedingt gesehen haben?

Natürlich den Schlachtensee. Obwohl die “Badende“ dem Besucherandrang nicht standhalten konnte und die Flucht ergreifen musste. Doch hier waren sie alle: Franz Kafka und Felice Bauer, Max Frisch, Theodor Fontane und die Mannschaft von Hertha BSC. Für mich ist der Schlachtensee das Wahrzeichen und der Sehnsuchtsort von Steglitz-Zehlendorf.

Welche Ecke im Bezirk hat Ihrer Meinung nach den größten Handlungsbedarf?

Die Dahlemer Museen. Sie haben über Jahrzehnte den besonderen Ruf Berlins als internationale Kulturmetropole in die Welt getragen. Heute ist der Stadt Berlin dieser ehemalige Hotspot irgendwie lästig geworden.

Welche Themen stehen für Sie in 2018 ganz oben auf der Tagesordnung?

Vieles könnte man nennen. Dennoch gibt es ein großes Thema: Wie gelingt es Berlin in den nächsten zwanzig Jahren, den demografischen Wandel zu gestalten? Die ungelösten Fragen zum Thema Pflege sind dabei nur ein Beispiel.

Was möchten Sie bis Ende des Jahres erreicht haben?

Auch in diesem Jahr muss die Schul- und Sporthallensanierung weiter vorangebracht werden. Das bindet in den nächsten Jahren enorme Kapazitäten und genießt erste Priorität.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Der Bezirk ist für seine Naturvielfalt bekannt, vom Botanischen Garten bis nach Glienicke.
Er ist ein Sportbezirk mit seinen vielfältigen sportlichen Angeboten im Vereins- und Breitensport.
Er ist aber auch ein Museumsbezirk u.a. mit der Schwartzschen Villa, dem Haus am Waldsee, dem Brückemuseum, dem Museum Europäischer Kulturen und dem Kunsthaus Dahlem.
Und er ist ein Wissenschaftsstandort mit exzellentem Ruf.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Die Menschen zeigen ihre große Hilfsbereitschaft und sind stark im ehrenamtlichen Bereich engagiert.

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

Dass der Bezirk vielen Menschen Heimat ist.

Was wünschen Sie sich von den Steglitz-Zehlendorfern?

Die Menschen im Bezirk sollen weiterhin selbstbewusste Steglitz-Zehlendorfer bleiben, tolerant und weltoffen. (Foto: Laurence Chaperon)

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