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24.03.2018

Schattenlichter-Theater in Zehlendorf-Mitte: Der Vorname

Einmal im Jahr treten die Schattenlichter (www.schattenlichter.info) im Gemeindehaus der Paulus-Gemeinde auf, um an nur drei Abenden ihr neu einstudiertes Theaterstück zu zeigen. Das hieß in diesem Februar „Der Vorname“ – und begeisterte die Zuschauer einmal mehr.

Die Theatergruppe, die seit 1985 in Zehlendorf existiert, führte damit ihr 36. Stück auf. Das Stück stammt von den beiden Franzosen Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière und sorgt für einen vergnüglichen Abend mit wunderbaren Dialogen.

Und darum geht es: Ein gemütlicher Abend soll es werden in der Pariser Wohnung von Elisabeth und Pierre Garaud. Die Kinder sind im Bett, und enge Freunde und Verwandte sind zu Gast. Für Vincent, einen begnadeten Selbstdarsteller, ist die Runde zu friedlich. Um für „Stimmung“ zu sorgen, enthüllt er den fassungslosen Freunden den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes. Die Debatte um die Frage, wie man sein Kind nennen darf, führt dazu, dass das gemütliche Treffen gründlich aus dem Ruder läuft. Denn alle sind nun in der Laune, sich endlich einmal ein paar Wahrheiten zu sagen.

Das Team um Elke Brumm, die von Anbeginn an mit an Bord ist, spielt einmal mehr mit großer Lust und starkem Auftritt. Wie die Schauspieler mit ihren Rollen verschmelzen und ihnen mit wenigen Gesten ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken, ist Jahr für Jahr aufs Neue sehr sehenswert. Es ist wirklich schade, dass es nur drei Aufführungen pro Stück gibt, denn gerade die älteren Zehlendorfer schätzen den kurzen Anfahrtweg, den günstigen Preis von fünf Euro und die kulinarische Versorgung in der Pause mit Schmalzstullen und anderen Leckereien.

Aber – auch das Stück weiß zu gefallen. Oft verlieren Komödien zum Ende hin ihren Fokus und ihre Logik, sodass man als Zuschauer enttäuscht ist. „Der Vorname“ hingegen bringt vor der Pause alle Geschütze in Stellung, um die Situation nach der Pause genüsslich eskalieren zu lassen. Das macht als Zuschauer großen Spaß, zumal sich die Komödie auch als Gesellschaftskritik versteht. (Text/Fotos: CS)

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