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24.03.2018

Preussisch süß: Schokolade für Zehlendorf

So schmeckt Berlin! Ab sofort kann man sich seinen Lieblingsbezirk aus der Hauptstadt auf der Zunge zergehen lassen. Denn nun gibt es eine eigene Schokolade für (fast) jeden Bezirk. „Preußisch süß“ (www.preussisch-suess.de) nennt sich die Schokoladenmarke, …

… die die Berliner Schriftstellerin und Schokoladenliebhaberin Tanja Dückers zusammen mit dem Chocolatier Christoph Wohlfahrt ins Leben gerufen hat.

Wann genau ist die Schokoladenreihe „Preussisch süß“ entstanden?

Tanja Dückers: „Die erste Idee hatte ich im Jahr 2012, als ich im Zug von Stuttgart zurück nach Berlin saß (ich hatte eine Lesung am Literaturhaus dort) und mich nach dem langweiligen Stuttgart wieder sehr auf Berlin freute. Mir fiel, während ich im Zug saß, auf, wie unterschiedlich doch die Stadtteile Berlins sind, wie heterogen und enorm abwechslungsreich die Stadt doch ist. Als gebürtige Berlinerin interessiert mich meine Heimatstadt natürlich sehr. Und die Liebe zur Schokolade, die begleitet mich quasi schon ein Leben lang. Ich wollte beide Dinge – Berlin und Schokolade – einmal zusammenbringen.

Es gibt bisher 15 Stadtteile = Geschmacksrichtungen. Da ist noch viel Luft nach oben. Der Chocolatier Christoph Wohlfarth (Wohlfarth Schokoladen) und ich haben drei Jahre gebraucht, um die ersten fünf ‚charakterlich passenden‘ Geschmäcker zu entwickeln. Das ist ein soziologisch-kulinarischer Prozess, der Zeit braucht. Wir sind aber dabei, neue Geschmacksrichtungen für weitere Stadtteile zu entwickeln. Alle Zutaten sind übrigens bio-zertifiziert und fair gehandelt.“

Welcher Stadtteil wird am liebsten genascht und wer braucht noch Unterstützung?

„Kreuzberg – unsere Preisträger-Schokolade (‚Süße Schnecke 2017 – bestes Naschwerk aus der Region Berlin / Brandenburg‘) – läuft sehr gut, aber auch Mitte, Prenzlauer Berg und viele andere Bezirke. Man kann eigentlich nicht sagen, dass sich ein Bezirk bisher nicht gut verkauft. ‚Weißensee‘ mit Lakritze braucht vielleicht noch mehr Liebhaber – da scheiden sich die Geister. Die einen fahren total darauf ab, die anderen wollen eine Schokolade mit Lakritze nicht mal probieren.“

Wie fangen Sie die Essenz eines Bezirks ein?

„Es ist viel Arbeit, da ich mich intensiv mit dem jeweiligen Bezirk beschäftige, dort hinfahre, die Atmosphäre auf mich wirken lasse, bestimmte Orte aufsuche, mich mit Leuten unterhalte und so weiter. Auch gucke ich, wie die ‚kulinarische Tradition‘ eines Stadtteiles so ist. Meine Texte auf der Rückseite der Tafeln, die ein bisschen über das Zustandekommen der jeweiligen Geschmacksrichtung in Bezug auf den Bezirk Auskunft geben, sind bewusst locker-flockig gehalten – aber dahinter steckt mehr Arbeit, als man so denkt. Wir haben uns zunächst eher auf die Innenstadtbezirke beschränkt – Zehlendorf und Weißensee kamen am Schluss noch dazu. Spandau kommt als nächstes dran.“

Was zeichnet die Zehlendorf-Schokolade aus?

„Zehlendorf schmeckt sehr gut (sorry für das Eigenlob) und verkauft sich auch sehr gut. Wir mussten gerade wieder nachproduzierten. Weil jede Tafel handgegossen wird, ist das viel Arbeit. Auf der Tafel steht hinten drauf: ‚Im romantischen Südwesten Berlins hat man es gern stilvoll, edel und naturnah. Eine feine weiße Schokolade mit Veilchen und Mandeln findet auf der Veranda, der Terrasse oder im Segelboot immer noch ein Plätzchen‘.“ (Fotos: Sarah Eick und Anton Landgraf / Text: CS)

Hinweis: Die Zehlendorf-Schokolade lässt sich bei „Gutes von Busch“ in der Matterhornstraße 54 einkaufen.

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