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19.12.2017

Nachgefragt #15: Ann-Kristin Ebeling

Meine Mitarbeit am Magazin ZEHLENDORF.aktuell begann im März 2015. Ich lerne die Menschen und den Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Monat zu Monat intensiver kennen. Ich liebe die Vielfältigkeit und die Historie und finde immer wieder neue Ecken, wo es sich lohnt, einen Abstecher hin zu machen.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Ich mag es, wenn ich mit dem Auto von der Avus an der Hüttenstraße abfahre und mitten im Wald lande. Egal, in welche Himmelsrichtung es dann geht, man hat dieses entspannte Gefühl, denn Zehlendorf ist der grünste Bezirk, den Berlin zu bieten hat.

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

Ich gehe gerne in die kleinen Boutiquen – und davon hat Zehlendorf wirklich viele. Lisson Moden, Lieblingsstück, die Läden in der Drake- oder in der Ladenstraße, wie z.B. Jeans Corner. Hier werde ich immer fündig.

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

Nichts geht über einen guten Burger. BurgerArt am Platz vor dem Rathaus Steglitz hat es mir angetan. Hier habe ich das erste Mal Burger mit Oktopus gegessen, ganz verschiedene Varianten gibt es hier. Und alles extrem lecker und frisch.

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

Zwei Restaurants sind mir sehr in Erinnerung geblieben. Das Café Schlacht in der Breisgauer Straße in Schlachtensee bietet in gemütlicher Atmosphäre die außergewöhnlichsten Schnitzel-Varianten an, etwa mit Kren-, Kürbiskern- oder Chili-Ingwer-Panade. Ein Abend mit Freunden kann man gut im Coreana in der Albrechtstraße in Steglitz verbringen. Hier grillt man sein BBQ selbst, direkt am Tisch.

Abends etwas trinken: Nur wo?

Foersters Feine Biere in der Bornstraße hat 120 Biersorten, da ist auch für meinen Geschmack etwas dabei. Im Loch Ness Scottish Pub & Whisky Bar in Lichterfelde war ich überwältigt vom Angebot. Ein Highlight war für mich die Entdeckung der kukki Cocktails, die an der Goerzalle ihre Produktionsstätte haben. Einige Flaschen habe ich schon auf Parties genossen.

Was für ein Laden fehlt Ihnen in Zehlendorf?

Ein ordentliches American Diner wie in den USA würde aufgrund der Alliierten-Geschichte des Bezirks gut passen. Und ein paar mehr exotische Restaurants, die einem z.B. die afrikanische Küche näherbringen o.ä.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Ich begegne den Mitmenschen mit Freundlichkeit und habe noch nie in Zehlendorf erlebt, dass mir jemand diese nicht erwidert hat. Obwohl man schon manchmal merkt, dass eine gewisse Unsicherheit im Umgang mitein­ander herrscht
.
Was muss man in Zehlendorf gesehen haben?

Mein Highlight in Steglitz war der Besuch der Konditorei Rabien in der Klingsorstraße. Die Auswahl an Torten, Petit Fours und natürlich dem hausgemachten Baumkuchen, ich war überwältigt. In Dahlem war ich sprachlos, als ich die Gartenakademie betrat. In den großen Gewächshäusern und im wunderschön angelegten Außenbereich fühlt man sich entschleunigt.

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Die elende Bürokratie: Immer wieder berichten Geschäftstreibende über Probleme mit den Ämtern. Es muss aufhören, dass einem bei Neugründungen Steine in den Weg gelegt werden.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Ich finde die Marktkultur einzigartig. An fast allen Wochentagen kann man auf kleinen Fleckchen im Kiez aus dem Wagen heraus regionale Spezialitäten einkaufen und genießen. Ganz besonders gefiel mir der Wochenmarkt am S-Bahnhof Zehlendorf. Die Musik spielte und man konnte an den unterschiedlichsten Ständen ins Gespräch kommen.

Was nervt an Zehlendorf?

Leider die Parkplatz-Situationen in den Zentren und dadurch natürlich auch die Verkehrsbeeinflussung. Wenn man immer wieder die Straßen abfahren muss, um sich dann in die letzte Ecke zu quetschen, das nervt.

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

Ich habe in den letzten Monaten viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen man dann nicht nur beruflich zu tun hat. Hier ist immer Zeit für ein kurzes Schwätzchen, egal ob persönlich oder am Telefon. (Foto: CS)

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