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27.10.2017

Zehlendorf: 1 Jahr Frischemarkt

Was gibt es Schöneres, als am Wochenende in aller Gemütlichkeit über einen lokalen Markt zu schlendern, um sich direkt vom Erzeuger mit frischen Produkten einzudecken? Seit nunmehr einem Jahr gibt es den Zehlendorfer Frischemarkt direkt am S-Bahnhof „Zehlendorf“ – und zwar auf dem Postplatz an der Anhaltinerstraße.

Marktbetreiber Farshad Goja und sein Team sorgen an jedem Samstag von 9 bis 16 Uhr dafür, dass die Besucher an über 40 Ständen Produkte von regionalen Anbietern, ausgefallene Spezialitäten und Vertreter des Kunsthandwerks vorfinden. Dabei sorgt das Team dafür, dass bei den Ständen eine ganz besondere Mischung zusammenkommt, sodass die Besucher auf dem Frischemarkt Produkte vorfinden können, die es eben nicht auf jedem Markt gibt.

Zur besonderen Stimmung auf dem Frischemarkt trägt auch eine Live-Band bei, die Farshad Goja passend für jeden Sonnabend engagiert und die stets von 11 bis 14 Uhr für eine musikalische Untermalung des Markttreibens sorgt. Goja: „Wir unterstützen generell sehr gern die lokalen und regionalen Künstler und bieten ihnen Sonderkonditionen an, wenn sie sich bei uns melden und einen eigenen Stand benötigen.“

Warum manche Besucher sogar aus Pankow und aus dem Prenzlauer Berg nach Zehlendorf kommen, um den Frischemarkt zu besuchen, offenbart sich bei einem Gang über den Markt. Da gibt es kaltgepressten Honig vom Imker, getrocknete Früchte als Naschwerk, naturtrübe Fruchtsäfte aus Werder oder Sardinen aus der Bretagne. Kurzum: An jeder Ecke kann man etwas Neues entdecken, was es eben im Supermarkt so nicht zu kaufen gibt.

Dabei geht es nicht nur um das leibliche Wohl. Die Zehlendorfer Blau- und Zeugdruckerei Krüger nutzt etwa ein uraltes, historisches Verfahren, um mit der Hilfe von schweren Metall-Mustervorlagen wunderschön gemusterte Tischdecken, Kissenbezüge oder Tücher herzustellen. Die Farben leuchten, die Muster sind einzigartig – und jedes Stück ist ein echtes Unikat. Eva-Maria Krüger: „Unser Handwerk stirbt leider aus. In Deutschland gibt es nur noch eine Handvoll Werkstätten, die unsere Drucktechnik beherrschen.“

Bei „Fleur de Ly“ können die Besucher ganz besondere Blumenarrangements und individuell gebundene Sträuße einkaufen.
„Alwine‘s Art“ steht hingegen für eine hochwertige Goldschmiedekunst, die mit einer skulpturalen Objektkunst verbunden wird. Hier fallen Ohranhänger ins Auge, die an kleine menschliche Figuren erinnern, die sich dann beim Tragen an die Ohrmuschel klammern. Die Künstlerin: „Ich bin seit der ersten Stunde auf dem Zehlendorfer Frischemarkt mit dabei. Meine Kunden sind sehr treu und schauen immer wieder einmal vorbei. Oft haben sie ganz individuelle Wünsche und fragen, ob ich ein Einzelstück für sie anfertigen kann. Ich sehe den Markt als wunderbare Plattform für meine Kunst. Meine Werkstatt ist in Charlottenburg.“

Tolle Geschichten sind an den Ständen zu hören, denn das Gute an einem Markt ist auch, dass man ganz unmittelbar mit den Verkäufern ins Gespräch kommen kann, die oft genug ein besonderes Verhältnis zu ihren Produkten haben, wenn sie nicht sowieso die Erzeuger sind. Ortrud Prawda präsentiert an ihrem Stand „Liebeskäse“ den Senner Naturkäse: „Ich stehe seit über 30 Jahren auf den verschiedenen Märkten. Meine Familie hat den ersten Bergkäse nach Deutschland gebracht. Da die Kundern immer wieder auch nach einem Schinken passend zum Käse gefragt haben, ist nun auch ein Tiroler Bauernschinken mit im Angebot.“

Dazu passt auch der „Allgäuer Würstlestand“. Hier gibt es neben Leberwurst, Jagdwurst und Leberkäs im Glas auch die Wiener Bergsteiger Wurst. Passend zur Oktoberfestzeit ist natürlich auch die Weißwurst mit an Bord. Alle Waren stammen aus der hauseigenen Metzgerei in Kempten. Das ist ein Kernargument für den Frischemarkt: Alle Produkte kommen direkt vom kleinen Erzeuger und nicht von einem namenlosen Hersteller.

Das gilt auch für die „Ölmühle Lendra“, die neben handgepressten Klassikern wie Lein-, Walnuss-, Kürbiskern- oder Rapsöl auch viele ausgefallene Geschmacksrichtung mit im Angebot hat.

Um sich von den anderen Wochenmärkten im Stadtgebiet abzugrenzen, muss sich Farshad Goja als Betreiber viele Gedanken um die richtige Ausrichtung machen: „Wir geben uns große Mühe, um unseren Besuchern ein einzigartiges Markterlebnis zu bieten. So gibt es bei uns passend zu jeder Gewerbeart immer nur einen Händler. Dabei schaue ich immer wieder nach besonderen Angeboten und versuche so, neue Anbieter für uns zu gewinnen. Wichtig ist uns auch, authentisch zu sein. So habe ich lange nach einem französischen Betreiber für unseren Crêpes-Stand gesucht. Hier sind wir aber inzwischen fündig geworden.“ (Fotos: Anni Ebeling / Text: CS)

Info: ZFM Marktbetriebsgesellschaft mbH i.Gr., Farshad Goja, Ortlerweg 39a, 12207 Berlin, Tel.: 0160-1855405, markt-zehlendorf@gmx.de

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