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27.10.2017

Wannsee: Im Berliner Ruder-Club

Berlin wird durchzogen von Gewässern aller Art, die mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Da wundert es nicht, dass das Rudern eine lange Tradition in der Stadt hat. Der Berliner Ruder-Club e.V. (BRC) wurde bereits 1880 gegründet. 1909 zog er zum Glück aus dem Osten in ein wunderschönes Clubhaus direkt am Kleinen Wannsee um: (ANZEIGE)

So konnte die Deutsche Teilung dem Verein nichts anhaben. Ganz im Gegenteil: Der Standort am Kleinen Wannsee ist wie geschaffen für den Leistungssport und gilt als eins der schönsten Ruderreviere in ganz Deutschland: Auf dem nahen Großen Wannsee gibt es deutlich mehr Wellengang.

700 Mitglieder sind im traditionellen Club vereint, der aus der eigenen Vereinsgeschichte heraus auch heute noch nur Männer aufnimmt. Die Jugendabteilung fällt mit 120 Vereinsmitgliedern sehr umfangreich aus. Dr. Hartmann Kleiner, 1. Vorsitzender des BRC, sagt: „Die Jugendarbeit ist uns als Rennruderverein ein ganz besonders wichtiges Anliegen, auf das wir sehr viel Geld und Mühe verwenden.“

Wer das Rudern für sich entdecken möchte, muss außer Engagement, Spaß, Teamfähigkeit und Leistungswillen nichts mitbringen: 115 vereinseigene Renn- und Fahrtenboote stehen den Vereinsmitgliedern zurzeit zur Verfügung.

Diese Ausstattung wurde in der Vergangenheit sehr ruhmreich genutzt. Viele Weltmeister und Olympiasieger stammen aus dem Verein. Dr. Hartmann Kleiner: „Wir haben weit über einhundert Deutsche Meisterschaften gewonnen. Stolz sind wir auch darauf, dass wir 2014 und 2017 den Pokal des Deutschen Ruderverbandes für den erfolgreichsten Ruderverein – bezogen auf die U23 – gewonnen haben. Das ist eine schöne Auszeichnung für unsere Jugendarbeit.“

Kinder können ab einem Alter von zehn Jahren beim Ruderclub vorstellig werden. Es gibt eine starke Nachfrage, aber keinen Aufnahmestop, höchstens einmal eine Warteliste. Adrian Bretting, leitender Vereinstrainer: „Mit zehn Jahren ist die Körperstruktur der Jungs so weit entwickelt, dass sie das Rudern auch tatsächlich als Wettkampfsport betreiben können. Wichtig ist uns nur, dass die Kinder schwimmen können. Das ist Voraussetzung.“

Das Vereinsgelände und das Clubhaus gehören dem Verein. Im Clubhaus gibt es große Tagungsräume, eine eigene Küche und eine kleine Gastronomie. Bei schönem Wetter ist natürlich auch die Terrasse mit Blick auf den Kleinen Wannsee ein echter Gewinn.Edmund Hauck, Clubassistent und ehrenamtlicher Trainer für die Erwachsenen: „Wir haben bei uns auch einen eigenen Fitness-Raum mit Ruderergometer und Hantelanlage, den unsere Vereinsmitglieder nutzen können.“

Das Rudern ist ein Sport fürs Leben, er ist nicht auf die jungen Jahre beschränkt. Dr. Hartmann Kleiner: „Manche, die bei uns rudern, sind schon über 80 Jahre alt – und sie bewegen sich an Land langsamer als auf dem Wasser. Rudern ist eben ein echter Gesundheitssport. Bei uns gibt es den sogenannten Sonnabend-Achter. Da treffen sich seit über 50 Jahren die älteren Ruderer zu einer Runde auf dem Wasser, um dann anschließend gemütlich auf unserer Terrasse zu frühstücken.“

Wer Mitglied im BRC werden möchte, zahlt ab einem Alter von 36 Jahren 740 Euro im Jahr. Bei Jugendlichen fängt der Beitrag bei 240 Euro im Jahr an.

Adrian Bretting: „Bei den Kindern hat die Bewegungsfähigkeit in den letzten Jahrzehnten stark gelitten – sie kommen in einem beklagenswerten Zustand aus dem Schulsport zu uns. Aber: Wenn sie erst einmal im Rudertraining sind, erzielen sie in der Regel bessere Ergebnisse, als dies noch vor 40 Jahren der Fall war. Die Sportwissenschaft hat eben viele Fortschritte gemacht, sodass wir die Kinder viel gezielter trainieren und auf Wettbewerbe vorbereiten können.“

Der Berliner Ruder-Club kümmert sich nicht nur ums Rudern. Am 3. Dezember veranstaltet er den BRC Cross-Staffellauf, der 4×6 Kilometer durch den Düppeler Forst führt. (Foto: BRC / Grützner / Text: CS)

Info: Berliner Ruder-Club, Bismarckstr. 4, 14109 Berlin, Tel.: 030-8036784, www.berliner-ruder-club.de

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