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27.10.2017

Nachgefragt #12: Carsten Scheibe

Carsten Scheibe (Jahrgang 67) ist in Zehlendorf geboren. Er ist in der Onkel-Tom-Straße am U-Bahnhof „Onkel Toms Hütte“ aufgewachsen, hat also als Kind in der Krumme Lanke gebadet und im Riemeisterfenn Holzflöße gebaut. Er hat die Riemeister Grundschule besucht und sein Abitur auf dem Werner-von-Siemens-Gymnasium in Nikolassee gebaut.

Anschließend hat er Bakteriengenetik an der FU Berlin studiert und das Fach Biologie mit einem Diplom abgeschlossen. Direkt danach hat er sich aber mit einem Pressebüro selbstständig gemacht. Er war STERN.de-Kolumnist, hat ein Karstadt-Kundenmagazin betreut und war Chefredakteur für zahlreiche Computer-Kioskmagazine. Seit nunmehr 12 Jahren konzentriert er sich auf die Herausgabe von Lokalzeitungen. „Zehlendorf aktuell“ hilft ihm dabei, seine alte Heimat wiederzuentdecken. Inzwischen lebt er mit Frau und zwei Kindern in Falkensee.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Ganz klar die Krumme Lanke mit ihren Badestellen, das sumpfige Riemeisterfenn, der kleine Vierling, der Rodelberg an der Onkel-Tom-Straße und das Fischertal.

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

In der Schloßstraße gibt es inzwischen alles. Hier lohnt es sich, in die Seitenstraßen abzutauchen. Da gibt es wirklich coole Läden, die man hier nie erwarten würde.

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

Brooks in der Berliner Straße für einen saftigen Burger. Und Asia Light in der Ladenbergstraße für das beste Sushi in der Region.

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

Das Il Brunello in der Spanischen Allee ist für mich die Referenzklasse. Ambiente, Service und Qualität der Speisen passen hier auf perfekte Weise zusammen.

Abends etwas trinken: Nur wo?

Auf ins Loch Ness in der Roonstraße. Hier gibt es über 740 Single Malt Whiskys. Oder zum kultigen Pub Quiz ins Celtic Cottage in der Markelstraße in Steglitz.

Was für ein Laden fehlt Ihnen in Zehlendorf?

Das Gebiet ist im Verbund mit Steglitz und dem Umland so groß, dass es eigentlich für jedes Interessengebiet das passende Geschäft gibt.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Der typische Zehlendorfer ist gebildet, erfolgreich, im Leben angekommen – und manchmal ein bisschen „snobby“ und langsam in seinen Entscheidungen.

Was muss man in Zehlendorf gesehen haben?

Die absolut kultige Bruno-Taut-Siedlung, den Botanischen Garten, die Glienicker Brücke, die Pfaueninsel, die vielen Seen und die uralte Eiche in Zehlendorf-Mitte.

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Mich machen die viel zu engen kleinen Straßen etwa rings um den Mexikoplatz völlig verrückt. Wenn mir da ein Auto entgegenkommt, ist millimetergenaues Rangieren und Rückwärtsfahren angesagt – ein Horror. Was mich auch stört, sind die vielen Bettler in Zehlendorf-Mitte.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Wir leben im Grünen in einem der schönsten Bezirke Berlins – und sind mit dem Auto oder der fantastischen Bahnanbindung im Nullkommanichts in der City, wo das Leben tobt.

Was nervt an Zehlendorf?

Veränderungen dauern zu lange. Die jahrzehntealte Tradition bringt schnell den Satz hervor: „Das haben wir schon immer so gemacht.“

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

Ich habe 18 Jahre in Zehlendorf verbracht und hier eine tolle Kindheit und Jugend verlebt. In Zehlendorf unterwegs zu sein, ist immer noch so, wie nach Hause zu kommen. Schade, dass es manche Sachen von früher nicht mehr gibt – die Jugenddisco Floyd im Haus Teltow oder das Eis Hennig in Zehlendorf-Mitte. (Foto: Anja Wehland)

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