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26.08.2017

Wannsee: Essen im Blockhaus Nikolskoe

Berlin präsentiert sich zunehmend als kosmopolitische Hauptstadt. Im Schmelztiegel der Nationen gibt es keine Pause mehr. Events, Veranstaltungen, Aktionen: Ständig ist etwas los. Wem dieser Trubel manchmal etwas zu viel wird, der sucht die Ruhe, die Auszeit von der Hektik und das Entschleunigte im Grünen. (ANZEIGE)

Ein hervorragendes Ausflugsziel ganz in diesem Sinne ist das Blockhaus Nikolskoe in Wannsee. Von der schmalen, verschlungenen Straße aus, die von der Königsallee direkt zur Pfaueninsel führt, zweigt kurz unter der Kirche „Peter und Paul“ die ausgeschilderte Zufahrt zum Blockhaus ab. Tatsächlich lässt sich von Nikolskoe aus bestens das stündliche Glockenspiel der Kirche vernehmen.

Das 1819 im Auftrag von König Friedrich Wilhelm III. für seine Tochter Charlotte im russischen Stil erbaute Blockhaus steht unter Denkmalschutz und entzieht sich auf diese Weise jeder Renovierung oder Modernisierung: Hier ist alles noch so wie früher. Viele Stammgäste wissen das zu schätzen, wenn sie ein paar schöne Stunden im Blockhaus verbringen möchten. Wie sagt doch der Betreiber Bernd Bossier (69), der das Haus zusammen mit seiner Frau Elvira führt: „Bei uns werden nur die Bäume höher, sonst ändert sich hier nix.“

Vor Ort gibt es die Möglichkeiten, in fünf Räumen zu speisen. Natürlich bietet sich diese Aufteilung auch sehr gut für Feiern jeglicher Art an. Von der Goldenen Hochzeit über den runden Geburtstag bis hin zu Firmenevents wird das Blockhaus entsprechend gern genutzt.

Für den Tagesbesucher ist aber die Außenterrasse viel interessanter. Hier hat man einen wunderbar erhöhten Blick auf die Havel herunter und kann den Segelbooten und Ausflugsdampfern bei ihren Manövern zuschauen, ein kühles Bier oder einen Kaffee genießen und dabei in der Speisekarte stöbern.

Die Karte vor Ort ist klein, aber fein, es gibt Schnitzel, Schweinshaxe, Rinderroulade oder gebratene Ente. Gern kann man auch eine Forelle „blau“, eine Forelle „Müllerin“ oder ein Zanderfilet bestellen. Bernd Bossier: „Am besten geht immer das Schnitzel, zurzeit natürlich vor allem mit Pfifferlingen. Unser Koch kommt aus Österreich, sodass wir einen kleinen österreichischen Einschlag in der Küche haben. Auch der Zander wird sehr gern bestellt.“

Kritik hat der Gastronom an der Verkehrssituation: „Seitdem die Busverbindung zu uns vor über zehn Jahren eingestellt wurde, finden gerade die Älteren nicht mehr ganz so einfach zu uns. Unser viel zu kleiner Parkplatz wird momentan auch sehr oft von verschiedenen Filmcrews blockiert. Wo sollen dann unsere Gäste parken?“ (Text / Fotos: CS)

Info: Blockhaus Nikolskoe, Nikolskoer Weg 15, 14109 Berlin, Tel.: 030-8052914, www.blockhaus-nikolskoe.de

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