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13.07.2017

Nachgefragt #10: Anke Otto

Anke Otto (68) ist Bezirksstadträtin a.D. und Vorsitzende des Vereins Freunde der Domäne Dahlem e.V. Sie sagt über sich: Seit über 30 Jahren wohne ich in Zehlendorf. Als ich zum Studium nach Berlin kam, reizten mich erst einmal das aktive Leben in der Innenstadt und die vielen Angebote an Kultur und politischen Aktivitäten.

Also wohnte ich in der City und hatte kurze Wege. Aber später mit Kind zog es mich und meinen Mann ins Grüne, ohne Verkehrslärm, dafür aber mit Vogelgezwitscher.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Zehlendorf hat besonders viele Seen. Dort bin ich am liebsten – im oder auf dem Wasser, schwimmen, rudern oder segeln. Dann ist man ganz schnell weit weg von den täglichen Verpflichtungen.

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

Shoppen ist nicht so sehr meine Sache. Wenn ich etwas brauche, gehe ich zu Fuß in die Ladenstraße am U-Bahnhof Onkel-Toms Hütte. In den vielen kleinen Läden finde ich fast alles, was ich so täglich benötige, und noch einiges mehr. Es gibt am Donnerstag einen sehr schönen Markt, und ich treffe immer irgendjemanden, den ich kenne. Wenn doch einmal Shoppen angesagt ist, gehe ich in die Schlossstraße.

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

Da kann ich gleich an die vorige Antwort anknüpfen: Für den kleinen Hunger gibt es viele Möglichkeiten in der Ladenstaße. Es gibt Pizza und Pasta, Suppe im Reformhaus, den Asia-Imbiss, Brownies und noch vieles mehr.

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

In Zehlendorf gibt es viele gute Restaurants, in die ich gern gehe, z.B. den Kretaner am U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte, oder das Il Brunello in der Spanischen Allee oder auch die Söhnel-Werft am Teltowkanal. Aber manchmal muss man auch mal raus aus dem Kiez und in die „große Stadt“, das mache ich auch sehr gern.

Abends etwas trinken: Nur wo?

In Zehlendorf abends eine Eckkneipe zu finden, ist doch etwas schwierig. Also am besten verabredet man sich mit Freunden Zuhause und trinkt dort etwas Gutes.

Was für ein Laden fehlt Ihnen in Zehlendorf?

Mir fehlt hier kein Laden. Alles, was ich brauche, finde ich in unserem Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Wenn es denn überhaupt den typischen Zehlendorfer oder die typische Zehlendorferin gibt, dann mögen sie einerseits die Ruhe und die Natur, andererseits die Nähe zur Großstadt. Ich sehe viele Familien mit kleinen Kindern, die hier wohnen, ebenso wie ältere Menschen. Es ist also eine bunte Mischung.

Was muss man in Zehlendorf unbedingt gesehen haben?

Einzigartig in Berlin ist die Domäne Dahlem, das Freilichtmuseum mit einem Bauernhof, vielen Tieren, alten Obst- und Gemüsesorten und vielem mehr. Das muss man gesehen haben – und nicht nur mit den Kindern, die das besonders genießen! Wenn man über die Felder der Domäne Dahlem geht, hat man einen wunderbar weiten Blick – wie sonst selten in der Stadt. Und danach gibt es etwas zu Essen im Landgasthof, natürlich regional und bio!

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Es gibt natürlich überall Ecken, die weniger schön sind. Aber letztlich gehört beides zusammen, das Schöne und das nicht so Schöne.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Das Besondere an Zehlendorf ist die Mischung aus Natur, Wald und viel Wasser, und andererseits die kleinen, fast dörflichen Zentren, wie z.B. Krumme Lanke, Schlachtensee oder Wannsee. Gleichzeitig ist man mit U- oder S-Bahn sehr schnell im pulsierenden Zentrum von Berlin.

Was nervt an Zehlendorf?

Etwas weniger Müll nach lauen Sommerabenden an den Seen wäre schön. Jeder sollte sich mit verantwortlich fühlen und seinen Müll auch wieder mitnehmen. Ich wünsche mir auch einen etwas entspannteren Umgang zwischen Hundebesitzern und Nichthundebesitzern.

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

…dass ich hier eine wunderbare Wohnung gefunden habe und mich immer noch sehr wohl fühle! (Foto: privat)

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