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30.05.2017

Nachgefragt #8: Birgit Jordan

Birgit Jordan ist geborene Berlinerin, na ja, Spandauerin. Aber gleich nach Abschluss ihres Studiums an der FU (Publizistik und BWL) zog es sie in den Süden Berlins. Über Steglitz und Schmargendorf kam sie ins beschauliche Zehlendorf, an den Schlachtensee, der Hunde wegen.

Hier wohnt sie nicht nur, sondern hat auch ihre Werbeagentur, die sie vor 23 Jahren gegründet hat, mit umziehen lassen. Mitarbeiter und Kunden schätzen das grüne Fleckchen, das Joggen in der Mittagspause, das Meeting im Garten. Fragt man sie, was sie in ihrer Freizeit am liebsten macht, gibt sie ihre drei Ladengeschäfte „L•I•S•S•O•N Schuhmode“ und ihren neuen „concept store“ (Zehlendorf, Roseneck und Neuwestend) an.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Der Schlachtensee natürlich; quasi vor der Haustür bietet er uns und den Hunden exakt die Erholung, die wir uns wünschen. Am schönsten ist er morgens um sechs, wenn man auf der 6-Kilometer-Runde fast keinen trifft. Herrlich.

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

Ich liebe den Mexikoplatz, so charmant und niedlich. Der Markt samstags ist toll. Und natürlich ist dort der kleinste, aber weltbeste Schuladen zu finden. Ansonsten zieht es mich zum Shopping ein wenig weiter stadteinwärts ;).

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

An der Krummen Lanke, Sami, der Imbiss, der ist großartig. Die gesamte Familie arbeitet dort rund um die Uhr, will man meinen, und ist dennoch immer für ein gut gelauntes Schwätzchen zu haben. Aber auch der neue Burritos Laden in Zehlendorf Mitte wird von uns mittags gern konsultiert.

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

Am allerliebsten ins La Vida, Potsdamer Straße, spanische Küche, die Tapas sind besser als in Spanien selbst, exzellente Weine, liebevoller Service, einfach großartig.

Abends etwas trinken: Nur wo?

Auf der kleinen Hunderunde gern in der Breisgauer Straße im Cafe Schlacht. Ansonsten bietet die Fischerhütte einfach die besten Momente eines Sommerabends.

Was für ein Laden fehlt Ihnen in Zehlendorf?

Mir fehlt ein Concept store, wie unsere Lieblingsmomente am Roseneck, wo ich schnell ein hübsches Geschenk kaufen kann, eine reizende Bluse erobere, mich in die neue Kollektion von angesagten Labels verliebe und mir eine neue Ausstattungsidee für mein zu Hause holen kann.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Hm, das kann ich so nicht sagen, zu viele Bezirke innerhalb des Bezirkes gibt es. In jedem Fall mag ich mein direktes Umfeld sehr, man ist gut erzogen, gebildet und hat Spaß am Leben, man grüßt sich sogar auf der Straße, was ich liebe und genieße.

Was muss man in Zehlendorf unbedingt gesehen haben?

In jedem Fall die Seen, den Schlachtensee und die Krumme Lanke, ich mach das zu gern mit Freunden, die Berlin nicht kennen, die können immer gar nicht glauben, inmitten der Metropole zu sein. Danach einen Spaziergang über den Mexikoplatz, direkt im S-Bahnhof die Zeitung kaufen (der netteste Zeitungsladen-Mann der Welt), dann auf ein Käffchen oder Eis in der neuen Eisdiele, allerdings nur draußen (!!) und dann auf einen Snack ins La Gondola Due, die bieten einen so netten Service, da muss man hin. Und wenn man Hunde hat, muss man ins Casa Canini (Mexikoplatz) gehen, zu Franzi, die hat eine großartige Auswahl an Hundeleckerlis und ist eine großartige Hundefriseurin.

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Persönlich mag ich Zehlendorf Mitte nicht so gern.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Das Grün. Man ist so dörflich, so in der Natur und doch eins fix drei am Ku’damm.

Was nervt an Zehlendorf?

Das ist die politische Entscheidung über das Hunde-Hin-und-Her-Verbot am Schlachtensee… das nervt leider täglich. Und ist unnötig, dafür hätte es eine diplomatische Lösung geben können, aber egal, in die Politik gehe ich dennoch nicht.

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

Unser Haus gefunden zu haben. Genau da und genau so, wie es ist. (Foto: Heiko Adrian)

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