Anzeigenzeitung für Zehlendorf, Steglitz & Umland - 03322-5008-0 - info@zehlendorfaktuell.de

25.03.2017

Zehlendorf: Wir spielen Schach

Seit 1947 gibt es den Schachklub Zehlendorf e.V.. Die zurzeit 80 Mitglieder im Alter von 4 bis 80 Jahren treffen sich immer am Donnerstag zum Schachspielen im Hans-Rosenthal-Haus (Bolchener Str. 5, 14167 Berlin, www.skzehlendorf.de). Am Freitag gibt es auch noch ein Fördertraining für überdurchschnittlich talentierte Jugendliche.

Helmut Flöel (67) ist seit 1974 mit dabei. Der 1. Vorsitzender und Jugendwart sagt: „Bei uns arbeiten acht Schach-Trainer, darunter drei lizenzierte Trainer vom Landessportbund. Kinder und Jugendliche zahlen bei uns sechs Euro Beitrag im Monat, bei den Erwachsenen sind es 12 Euro.“

Im Schachklub Zehlendorf e.V. treffen Anfänger auf Meisterspieler. Die Mitglieder tragen Wettkämpfe im Jugend- und im Männerbereich bis hinauf zur 2. Bundesliga aus. Helmut Flöel: „Wir veranstalten vor den Sommerferien auch ein eigenes Turnier. Unsere Open sind nach unserem verstorbenen Schachmeister Harald Lieb benannt. Das Turnier wird seit 18 Jahren von uns im wöchentlichen Zyklus (7 Runden) im Klubheim durchgeführt und von ca. 70 Berliner Spielern (darunter viele Spitzenspieler) angenommen. Ansonsten spielen unsere Mitglieder bei zahlreichen Turnieren im In- und Ausland mit. So wurde im Jahr 2016 unser Großmeister Jakob Meister Erster bei der Blitzmeisterschaft und Zweiter bei der Schnellschachweltmeisterschaft der Senioren in Tschechien.“

In einem Turnier spielen häufig bis zu 400 Spieler gegeneinander. Diese Turniere werden nach dem Schweizer System veranstaltet, das sicherstellt, dass immer punktgleiche Spieler gegeneinander antreten. Es genügen hier bereits fünf bis neun Runden, um die Platzierungen auszuspielen. Jeder Spieler hat zwei Stunden Zeit für 40 Züge – und dann noch einmal 50 Minuten für den Rest der Partie.

Was sollte ein interessierter Spieler mitbringen, um im Schachklub bestehen zu können? Flöel: “Spaß am Schachspielen, Lust am kreativen Denken und eine gewisse Konzentrationsfähigkeit. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.“

Neumitglieder verstehen dann auch recht bald Sätze wie diese von der Vereins-Homepage: „Da hatte xxx bereits seinen Sizilianer verloren und zzz war auf eine Springergabel hereingefallen.“ Was bedeutet das? Helmut Flöel: „Nun, xxx hat die ‚Sizilianische Eröffnung‘ gespielt und zzz hat übersehen, dass der Gegner seinen Springer so platzieren konnte, dass er die wertvolleren Figuren Turm und Dame gleichzeitig angriff.“ (Text: CS / Fotos: Schachverein)

Seitenaufrufe: 70

Zum Thema passende Artikel

24.04.2018

Diplomatic Softball League: Wir spielen Softball in Lichterfelde!

Sheldon Eisenhower (54) sieht ein bisschen aus wie Helge Schneider in einem Baseball-Outfit – und den passenden Humor bringt der Exil-Amerikaner auch gleich mit. Mit viel Spaß an der Sache fungiert er als Gründer und bislang einziger Präsident der „Diplomatic Softball League“. mehr…

24.03.2018

American Football im Süden von Berlin: die Berlin Knights

In der Hauptstadt ist der klassische Fußball der Sport, der die meisten Anhänger hat. Dank der Anwesenheit der Amerikaner im geteilten Berlin ist aber auch der American Football eine beliebte Sportart. Tom Balkow (39), der in Steglitz aufgewachsen ist und u.a. seit 2015 als Trainer für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im American Football arbeitet: mehr…

19.12.2017

1. Berliner Nikolauslauf rund um den Schlachtensee

Die Vorweihnachtszeit ist geprägt von kulinarischen Sünden voller Kalorien. Plätzchen, Gänsebraten und Baumkuchen zaubern den Berlinern wieder zusätzliche Kilos auf die Rippen. Der Verein DIE LAUFPARTNER e.V. hat etwas gegen diese Gewichtszunahme – und trainiert die Kalorien bei ausgiebigen Laufeinheiten durch die Natur wieder an. mehr…

19.12.2017

Dahlem: Bei den Slotfreunden

Überall an den Tischen in einer Dahlemer Halle beugen sich Männer unterschiedlichen Alters konzentriert über kleine, bunte Autos. Sie hantieren mit Schraubenzieher, Schere, Lötkolben und winzigen Kabeln. Ihr Ziel: Das eigene Auto so zu tunen, instandzusetzen und zu reparieren, dass es im kommenden Rennen wieder viele Runden fahren kann. mehr…

27.10.2017

Wannsee: Im Berliner Ruder-Club

Berlin wird durchzogen von Gewässern aller Art, die mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Da wundert es nicht, dass das Rudern eine lange Tradition in der Stadt hat. Der Berliner Ruder-Club e.V. (BRC) wurde bereits 1880 gegründet. 1909 zog er zum Glück aus dem Osten in ein wunderschönes Clubhaus direkt am Kleinen Wannsee um: (ANZEIGE) mehr…

Unsere Schwestern­zeitung