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02.01.2017

Steglitz: Försters Feine Biere

Die meisten Kneipen und Restaurants vertrauen nur auf eine kleine Auswahl Biere, die auf der Karte zu finden sind. Es gibt meistens ein Pils, ein Hefeweizen und ein Dunkelbier – allesamt von großen, bekannten Brauereien. Die aktuelle Craft-Beer-Bewegung zeigt aber auf, dass im Thema Bier noch viel mehr Geschmack steckt, als viele Biertrinker ahnen. (ANZEIGE)

Sven Förster (37) stammt aus Steglitz. Er hat viele Jahre lang in der Feinschmeckerabteilung vom KaDeWe gearbeitet und kennt sich als Gastronom bestens mit Bieren aus: „Tolle Biere gibt es nicht erst seit der Craft-Beer-Bewegung, sondern schon immer. Sie sind nur in Vergessenheit geraten. In unserer Steglitzer Bar ‚Försters Feine Biere‘ bieten wir 120 verschiedene Biersorten an. Dabei handelt es sich zum größten Teil um die Produkte von kleinen, deutschen mittelständischen Brauereien, die oft schon seit Jahrzehnten oder länger angeboten werden. Ich habe großen Spaß daran, unseren Besuchern meine Lieblingsbiere zu zeigen.“

„Försters Feine Biere“ ist eine kleine Kultkneipe in einer Steglitzer Seitenstraße unweit vom Bierpinsel. Die Gastronomie ist hell und mit viel Holz eingerichtet. Auf einem schmalen Wandregal reihen sich die Flaschen seltener Biere Bauch an Bauch. An eine große Holztafel ist angeschlagen, welche Biere vom Förster-Team gerade neu aufgenommen wurden. Zurzeit sind saisonbedingt Bockbiere das große Thema. Da gibt es etwa einen dunklen Augustiner Maximator im Ausschank, einen hellen Fiege Pilsbock oder einen Schlenkerla Urbock als Rauchbier-Variante. Sven Förster: „Gern frage ich meine Gäste, welche Geschmacksrichtung sie bei einem Bier mögen – und biete einen passenden Bierstil an. So mag der eine ein sehr bitteres Bier, der andere bevorzugt eine malzige Süße und der nächste vielleicht ein zitroniges Aroma.“

Bier schmeckt doch immer gleich. Das denken viel zu viele, die dem Bier nicht die Aufmerksamkeit schenken, die der edle Gerstensaft eigentlich verdient hätte. Während Connaisseure über die Geschmacksnoten von Wein und Whisky ganze Abende hindurch aufgeregt diskutieren können, gilt Bier oft nur als reiner Durstlöscher und als eiskaltes Erfrischungsgetränk mit dankbar angenommener Alkoholkomponente.

Martina Förster (49) stammt aus dem Bergischen, genauer gesagt aus Solingen. Viele wissen das nicht, aber Solingen liegt genau zwischen Köln und Düsseldorf: „Ich bin sozusagen mit beiden Bierkulturen aufgewachsen – mit dem Kölsch und mit dem Alt. So war mir immer schon klar, dass das Thema Bier alles andere als eindimensional ist. Meinen Mann Sven habe ich dann auch ganz konsequent in einer Brauerei kennengelernt. ‚Foersters Feine Biere‘ ist die Umsetzung unserer Idee, unsere Begeisterung für Biere in einen gemeinsamen Zukunftsplan einzubringen.“

Sven Förster: „Bier ist für viele leider kein Lebensmittel. Überall schauen wir ganz genau hin, woraus ein Lebensmittel gemacht ist, nur beim Bier nicht. Stattdessen nehmen wir im Supermarkt den billigsten Kasten mit. Das ist schade, denn beim Geschmack und bei der Qualität tun sich Welten auf. Ich bin ausgebildeter Bier-Sommelier. Und ich nehme meinen Auftrag sehr ernst. In allen Brauereien, deren Biere wir verkaufen, war ich schon zu Gast. Und 80 Prozent der Brauerei-Inhaber kenne ich persönlich. Natürlich führen wir auch die Biere vom Who ist Who der deutschen Craft Beer Szene.“

Der im Juni 2014 gegründete Familienbetrieb mit inzwischen drei Angestellten, der im Frühjahr auch eine schöne Außenterrasse nutzen kann, bietet das ganze Jahr über auch immer sechs Fassbiere an. Vier davon bleiben immer gleich, zwei wechseln, sobald ein Fass alle ist. Sven Förster: „Wir leben zu 80 Prozent vom lokalen Kiez und von unseren Stammkunden. Neue Kunden finden über Mundpropaganda zu uns. Geschlossen haben wir nur an Sonn- und Feiertagen. Und vom 14. bis 28. Januar 2017 haben wir Betriebsferien.“ (Text/Fotos: CS)

Info: Försters Feine Biere, Bornstraße 20, 12163 Berlin, www.foerstersfeinebiere.de, Mo-Fr 15-0 Uhr, Sa 16-0 Uhr

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