Anzeigenzeitung für Zehlendorf, Steglitz & Umland - 03322-5008-0 - info@zehlendorfaktuell.de

21.12.2016

Nachgefragt #1: Nero Brandenburg

Nero Brandenburg (75) war viele Jahrzehnte lang eine DER Stimmen im Berliner Radio-Äther. Seit dem Ende des RIAS am 31. Dezember 1993 befindet sich der Mann, der in der Hauptstadt alle kennt und der mit „Dingeling“ sogar einen eigenen Hitparaden-Song hatte, im Unruhestand.

So kämpft er mit vollem Einsatz für den Erhalt der Berliner Bockwurscht, für den Berliner Jargon und dafür, dass wir endlich eine Günter-Pfitzmann-Straße in Zehlendorf bekommen.

Raus in die Natur: Ihr Lieblingsplatz in Zehlendorf?

Platz, na aber logo, der Mexikoplatz. Im Frühling und im Sommer ist dieser Platz besonders schön. Also wenn ick da mal uff ´de Banke am Springbrunnen sitze…

Shopping: Wo kann man das in Zehlendorf am besten?

In unserer „Shopping-Meile“ – und die reicht von der Clayallee Ecke Argentinische bis runter uff´n Teltower Damm. „Zehlendorf-City“ is´ doch selbst Nicht-Zehlendorfern eeen Bejriff, oder wat?

Wenn der kleine Hunger kommt: Der Imbiss Ihres Vertrauens?

Oooch wieder Mexikoplatz. Diesmal im S-Bahnhof drinne die Fleischerei „Bachhuber“. ´ne kleene Ecke ha´m die für´n Imbiss frei. ´ne Fleischerbockwurscht als 3-Gang-Menü (Bockwurst, Brötchen, Senf) stilecht berlinisch uff´n Pappteller is für mich ´ne Offenbarung. Wer´s üppiger mag, nimmt wat vom Mittagstisch, Bouletten, Hähnchen, Kassler…täglich wechselnde Jerichte…

Wenn der große Hunger kommt: Wo gehen Sie dann essen?

Ich liebe ja die italienische Küche. Direkt (fast) vor der Haustür kochen Francesco und Angelo für mich in der „Trattoria Piazza Siciliana“. Pizza, Pasta und Pesce…immer ein großes Ess-Vergnügen.

Abends etwas trinken: Nur wo?

Oooch schon fußläufig erreichbar die „Derby Klause“ in der Robert-von-Ostertag-Straße. Die jibt´s schon seit über 30 Jahren. Liegt so schön abseits vom Trubel und et jib „jepflechte Biere“. Rustikalet Essen oooch, und Veranstaltungen oooch. Im Sommer isset wieder besonders „anheimelnd“ oooch wenn mal vonne Pferde nebenan ´n bißchen „Duft“ rüberweht, dit is eben Natur pur.

Was für ein Laden fehlt Ihnen in Zehlendorf?

Also mir fehlt nüscht, is allet da. Vonne Kneipe über´n Discounter, Bäcker, Café, Restaurants bis hin zum Bestatter – is´ doch allet da.

Wie beschreiben Sie den typischen Zehlendorfer?

Er is´ zurückhaltend, politisch sehr interessiert und heimatverbunden.

Was muss man in Zehlendorf unbedingt gesehen haben?

Den Waldfriedhof anne Potsdamer Chaussee mit den vielen Prominenten Gräbern. Von Willy Brandt über Hildchen Knef, Uli Schamoni, Otto Suhr, Ernst Reuter, Boris Blacher, Günter Pfitzmann…

Was sollte man tunlichst in Zehlendorf NICHT gesehen haben?

Den S-Bahnhof Zehlendorf und das Rathaus. Schmuddel.

Was ist das Besondere an Zehlendorf?

Das viele Grün gerade in diesem Bezirk. Die Seen: Krumme Lanke, Schlachtensee, Waldsee und natürlich „Berlins Badewanne“: der Wannsee.

Was nervt an Zehlendorf?

Noch nervt mir nüscht, aber wenn da irjendwat im Busch is, mit Verbreiterung von Fahrradwejen uff ´de Lindenthaler Allee und weiter, denn je ick mit ´de Nerven paterre, könn´n ´se glooben…

Das Beste, was IHNEN in Zehlendorf je passiert ist…

Das ick damals den Entschluss jefasst habe, nach Zehlendorf zu ziehen.

(Foto: CS)

Seitenaufrufe: 51

Zum Thema passende Artikel

13.07.2017

Scheibes Kolumne: Angriff der Killerschnecken

Ich habe leider keinen Grünen Daumen. Pflanzen tendieren in meiner Nähe zum selbstgewählten Freitod, ganz egal, wie viel Licht, Wasser und Dünger zur Verfügung steht. Ich nehme das längst nicht mehr persönlich. Es ist sicherlich die vegane Rache für meinen Spruch im Biologiestudium, dass Botanik die Lehre vom Tierfutter ist. mehr…

13.07.2017

Nachgefragt #10: Anke Otto

Anke Otto (68) ist Bezirksstadträtin a.D. und Vorsitzende des Vereins Freunde der Domäne Dahlem e.V. Sie sagt über sich: Seit über 30 Jahren wohne ich in Zehlendorf. Als ich zum Studium nach Berlin kam, reizten mich erst einmal das aktive Leben in der Innenstadt und die vielen Angebote an Kultur und politischen Aktivitäten. mehr…

02.07.2017

Nachgefragt #9: Andrea Vee

Andrea „Vee“ (ein liebevolles Überbleibsel / Spitzname aus ihrer Zeit in Schottland), gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, ist eigentlich ein Wilmersdorfer „KuDamm-Kind“, entschloss sich aber nach der Geburt ihrer Tochter Ende der 80er Jahre nach Zehlendorf zu ziehen, um ihr Kind in diesem schönen Bezirk aufwachsen zu sehen. mehr…

30.05.2017

Scheibes Kolumne: Es kribbelt in der Nase …

Fröhlich tanze ich durch den Winter. Bei Schneegriesel, Minustemperaturen und frostigem Wind wird allenfalls die Nase rot. Grippale Infekte meiden mich aber wie die Pest: Die Atemwege bleiben frei. Ganz anders sieht der Fall aus, wenn die Temperaturen steigen und die Natur wieder erwacht. mehr…

30.05.2017

Nachgefragt #8: Birgit Jordan

Birgit Jordan ist geborene Berlinerin, na ja, Spandauerin. Aber gleich nach Abschluss ihres Studiums an der FU (Publizistik und BWL) zog es sie in den Süden Berlins. Über Steglitz und Schmargendorf kam sie ins beschauliche Zehlendorf, an den Schlachtensee, der Hunde wegen. mehr…

23.04.2017

Scheibes Kolumne: 50 Jahre im Sauseschritt

Alles im Leben hat seine Zeit. Der Autor dieser Kolumne ist gerade 50 Jahre alt geworden, die Hälfte des Lebens ist also vorbei. Mitleidig fragen Freunde: Und, war‘s schlimm? Nein, es hat gar nicht wehgetan. Es ist nur ein weiterer Schritt auf der Leiter der Erkenntnis, dass man nur einmal lebt. Wenn man das aber richtig macht, dann reicht das ja auch. mehr…

22.04.2017

Nachgefragt #7: Vince Wagenknecht

Vince Wagenknecht (Foto links) und Markus Scheer haben Ende letzten Jahres ein ganz ungewöhnliches Restaurant am Teltower Damm (neben dem Bali Kino) eröffnet – das Sixteen Bites. Hier gibt es leckere Burritos mit vielen hausgemachten, frischen Zutaten. Vince Wagenknecht wohnt in Steglitz, arbeitet in Zehlendorf – und kennt sich in der Region bestens aus. mehr…

26.03.2017

Scheibes Kolumne: Heute schon geschwurbelt?

Letztens nahm mich ein ganz patent wirkender Mann beiseite und fragte mich ganz freundlich, ob mir das denn keine Sorge bereiten würde, dass wir immer noch keinen offiziellen Friedensvertrag im Lande hätten. Die Bundesrepublik Deutschland gäbe es ja eigentlich gar nicht … mehr…

26.03.2017

Nachgefragt #6: Dr. Markus Hansen

Ich bin Physiker, arbeite seit über 30 Jahren als Orthopäde und habe vor gut 12 Jahren meine orthopädische Massen-Kassenpraxis gegen eine kleine Privatpraxis eingetauscht. Es geht dabei nicht darum, nur noch Privatpatienten zu behandeln; in den letzten Jahren sind genauso viele gesetzlich Versicherte wie privat versicherte Patienten zu mir gekommen. mehr…

25.03.2017

Scheibes Kolumne: Ich habe Futterneid!

Schlechte Charaktereigenschaften gibt es zur Genüge. Der eine flucht im Auto, der andere drängelt sich in jeder Schlange vor. Manche trinken gern einen über den Durst und werden dann aggressiv. Oder sie reden zu laut, kommen einem zu nahe, sind Angeber oder popeln in der Öffentlichkeit. mehr…

25.03.2017

Nachgefragt #5: Katja Desens

Katja Desens wurde in Wuppertal geboren, hat da aber nie gelebt. Ihr Abi hat sie im Sauerland gemacht, ihr Studium der Geisteswissenschaften in Aachen (Germanistik und Anglistik) abgeschlossen. Ihr Radiovolontariat hat sie im belgischen Eupen absolviert. Von da ging es dann gleich zu 104.6 RTL nach Berlin – als Morgenmoderatorin und Redakteurin. mehr…

25.03.2017

Nachgefragt #4: Elke Brumm

Elke Brumm (auf dem Foto links) zog 1971 im Alter von vier Wochen nach Zehlendorf-Mitte. Ihren gesamten Bildungsweg von der Vorschule bis zum Magisterabschluss absolvierte sie – damals noch als Elke Moews – im Grünen Bezirk: an der Nord-Grundschule, am Schadow-Gymnasium und an der Freien Universität, wo sie Theaterwissenschaft und Neuere deutsche Literatur studierte. mehr…

02.01.2017

Scheibes Kolumne: Schule einmal ganz anders!

Letztens habe ich geträumt, ich bin wieder in der Schule. Im Werner-von-Siemens-Gymnasium in Nikolassee. Nichts hat sich im Traum geändert in den über 30 Jahren, die ich nach dem Abitur schon hinter mich gebracht habe. Nur ist bei bei meinem erneuten Schulbesuch plötzlich alles anders. mehr…

02.01.2017

Nachgefragt #3: Reinhard von Ramin

Reinhard von Ramin (74) ist gebürtiger Berliner und in Wilmersdorf aufgewachsen. Er studierte in Hamburg Volkswirtschaft und lebte zwischendurch auch in Charlottenburg, Frankfurt und München. Seit 1984 wohnt der ehemalige Unternehmensberater an verschiedenen Plätzen in Zehlendorf, mit einem zweiten Standbein in Kitzbühel und später in Cape Coral, Florida. mehr…

02.01.2017

Nachgefragt #2: Oliver Becker

Oliver Becker (44) stammt aus dem hohen Norden – er ist in Bremerhaven aufgewachsen. Seit 2014 wohnt er in Berlin am Wannsee – und hat sich hier ganz dem Thema Sicherheit verschrieben. Der Personenschützer, der bereits auf Bud Spencer aufgepasst hat, hat die becker security group gegründet, die den Wachschutz einzelner Immobilien regelt. mehr…

21.12.2016

Scheibes Kolumne: Für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Die lokale Berichterstattung macht Journalisten, die nach Höherem streben, wirklich Bauchschmerzen. Anstatt Verschwörungen aufzudecken, die vom Kreml bis ins Weiße Haus reichen, spüren sie den ganzen Tag dem Verein der Kaninchen-Züchter hinterher, schauen kleinen Kindern bei der Show-Vorführung ihres Sportvereins zu, … mehr…

21.12.2016

Nachgefragt #1: Nero Brandenburg

Nero Brandenburg (75) war viele Jahrzehnte lang eine DER Stimmen im Berliner Radio-Äther. Seit dem Ende des RIAS am 31. Dezember 1993 befindet sich der Mann, der in der Hauptstadt alle kennt und der mit „Dingeling“ sogar einen eigenen Hitparaden-Song hatte, im Unruhestand. mehr…

21.12.2016

Scheibes Kolumne: Der Winter naht – Großalarm!

Es ist immer wieder das gleiche. Im Urlaub steht man am Strand, die glühend heiße Sonne fräst einem kleine Brandblasen auf den Rücken, das Meereswasser umspült die ins Nass getauchten Beine – und wohlig seufzt der Mann: „Ach, hier ist es schön. Für mich könnte es immer Sommer bleiben!“ mehr…

05.10.2016

Scheibes Kolumne: Einkaufen war ja früher entspannter

CarstenScheibeneuFrüher war Einkaufen ja ganz einfach. Einkaufszettel in die Hand nehmen, Artikel in den Korb legen, an der Kasse bezahlen, ab nach Hause! Das war einmal. Heute mutet ein Besuch im Supermarkt an wie eine organisierte Beschäftigungstherapie für chronisch Unterforderte mit angeschlossener Ergotherapie und inkludiertem Intelligenztest. mehr…

02.10.2016

Scheibes Kolumne: Von Klospülungen und trockenen Händen

CarstenScheibeneuEs ist ein echter Kardinalfehler von mir, jedes Mal im Kino zu diesem einen bestimmten Erfrischungsgetränk zu greifen, das aus herben Holunderbeeren hergestellt wird. Es sorgt dafür, dass meine Nieren im Kino Sonderschichten schieben und jeden Tropfen Flüssigkeit aus den Adern herauspressen. mehr…

02.10.2016

Scheibes Kolumne: Leider nicht allein im Kino!

0911 scheibeEin bis zwei Mal im Monat gehen wir Jungs ins Kino, um den neuesten Action-Film mit viel Ballerei und ohne störende Knutschszenen und Romantik zu gucken. Keine Frage: Kino ist teuer. Kommt dann noch der 3D-Effekt hinzu, könnte man sich für das Geld auch gleich die DVD kaufen. Wer sich zusätzlich noch Popcorn und eine Cola leistet, könnte mit dem Geld sogar den limitierten Director‘s Cut auf Blu-ray erwerben. mehr…

Unsere Schwestern­zeitung