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26.02.2016

Orthopädische Praxis Dr. Hansen: Magische Hände

hansen5„Ich hab‘ Rücken.“ Immer mehr Menschen leiden an zu wenig Bewegung und in der Folge an chronischen Rückenschmerzen. Dabei gibt es viele Patienten, denen vom Orthopäden nicht geholfen werden kann: Ihre Beschwerden kehren immer wieder. (ANZEIGE)

Dr. rer.nat Markus Hansen betreibt in Nikolassee eine orthopädische Privatpraxis: „Früher war es auch bei mir gang und gäbe, dass ich Rückenschmerzen mit Spritzen behandelt habe. Vor zwanzig Jahren kam mir aber abends in der Praxis plötzlich der Gedanke, dass ich meinen Patienten anscheinend nicht wirklich helfen konnte. Denn – sie kamen ja immer wieder, um sich eine neue Spritze abzuholen. Damals habe ich mir gesagt: Das kann es doch nicht sein! Ich habe mir in der Folge vorgenommen, Behandlungsmethoden zu finden, die der Ursache der Schmerzen auf den Grund gehen und nicht allein die Folgen bekämpfen.“

Dr. Hansen war in seinen Forschungen sehr erfolgreich. Seine Privatpraxis, die im Februar 2016 von der Berliner Kantstraße ins beschauliche Nikolassee umgezogen ist, läuft bestens: Patienten kommen nicht nur aus Berlin, sondern reisen durchaus auch aus Dresden und aus Stralsund an: Der Ruf des Orthopäden spricht sich herum.

Dr. Markus Hansen: „Das Wichtigste ist: Ich nehme mir für jeden neuen Patienten sehr viel Zeit, ein Erstgespräch dauert in der Regel eine dreiviertel Stunde. Danach weiß ich aber auch oft schon, wo die Ursache der Schmerzen liegt – und kann das Problem gezielt angehen. Viele Patienten – auch gesetzlich Versicherte, die ihre Rechnung selbst zahlen – kommen zu mir, weil ihnen an anderer Stelle nicht geholfen werden konnte. Und ich kann feststellen: 95 Prozent meiner Patienten helfe ich nur mit meinen Händen – ohne Spritzen, ohne Röntgenaufnahme, ohne CT und ohne OP.“

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Bei den „unspezifischen Rückenschmerzen“ sieht Dr. Hansen ganz andere Ursachen, als die klassische Orthopädie postuliert: „In der Regel spielen Abnutzungen an den Wirbelknochen keine Rolle. Auch der oft beschworene Bandscheibenvorfall ist nicht immer der Auslöser von Schmerzen. Ich gehe davon aus, dass jeder von uns im Verlauf seines Lebens mehrere Bandscheibenvorfälle hat, ohne dass es dabei zu einer spürbaren Symptomatik kommt.“

Der Orthopäde, der vor acht Jahren aus Bremen nach Berlin gezogen ist, nutzt die Daumenmethode nach Dieter Dorn, um leicht verschobene Wirbel wieder in ihre Ruhelage zurückzuführen. Auch wenn diese Methode zur Chiropraktik gehört, so kommt sie doch völlig ohne Gewalt und ruckartige Bewegungen aus. Stattdessen werden Blockaden aus der natürlichen Bewegung des Patienten heraus gelöst.

Dr. Hansen: „Es gibt direkt am Wirbel ganz kleine segmentale Muskeln. Sie helfen dabei, den Wirbel zu stabilisieren und ihn etwa nach einer Drehbewegung des Rumpfes wieder in seine Ausgangslage zurückzuführen. Bei vielen Menschen sind diese Muskeln so verkümmert, dass man sie bei einer Obduktion nicht mehr finden würde. Dann bleiben die Wirbel verschoben – und lösen so den Schmerz aus.“

Die Dorn-Methode rückt die Wirbel wieder gerade. Um die feinen Muskeln zu stärken, hilft ein regelmäßiges Training an speziellen Maschinen in der Physiotherapie. Dr. Hansen: „Ich hatte früher selbst Rückenschmerzen. Durch das Training der feinen Muskeln waren sie nach wenigen Monaten völlig verschwunden. Inzwischen habe ich mit Mitte 60 einen gesunderen Rücken als mit Mitte 40.“

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Nicht bei allen Patienten hilft die Dorn-Methode. Bei ihnen verschlimmern sich die Schmerzen eher noch. Hier liegen die Schmerzen eher in den großen Muskelfeldern begründet. Strukturveränderungen in diesen Muskeln, hervorgerufen durch Überlastung oder Fehlhaltungen, erzeugen „Triggerpunkte“, die ständig Schmerzsignale aussenden. Diese tastbaren Muskelverdickungen lassen sich zum Beispiel durch eine Stoßwellentherapie heilen. (Text: CS / Fotos: CS/Hansen)

Info: Orthopädische Praxis Dr. Hansen, Prinz-Friedrich-Leopold-Straße 7, 14129 Berlin-Nikolassee, Tel.: 030 – 66763178, www.dr-hansen.de

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