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08.02.2016

Senioren begleiten – in Zehlendorf

lauter senioren1Viele Senioren möchten auch dann noch gern in ihrer Wohnung verbleiben, wenn sie auf Hilfe angewiesen sind. In diesem Fall kommen Pflegedienste zum Einsatz, die sich vor Ort um alles kümmern. Doch mit der reinen Pflege ist es nicht getan. (ANZEIGE)

Annette Lauter leitet seit Mitte 2014 den Senioren-Assistenz-Dienst Lauter Impulse: „Die Senioren-Assistenz ist das ergänzende Glied in der Seniorenbetreuung im nichtpflegerischen Bereich. Ich biete eine Alltagshilfe und sorge für mehr Lebensqualität. Es geht darum, die Eigenständigkeit und das Wohlergehen der Senioren zu fördern. Das bedeutet, dass ich mich mit meinen mir anvertrauten Senioren beschäftige, sie zu Gesellschaftsspielen ermuntere, sie in Lebensdingen wie etwa der Bedienung eines CD-Players berate, mit ihren Besorgungen und Einkäufe erledige, sie auf den Friedhof begleite, mit ihnen ins Theater gehe oder ihnen bei der Bearbeitung von Schriftstücken aller Art helfe. Diese Unterstützung lässt sich über eine Verhindertenpflege abrechnen. Oder sie wird privat bezahlt – oft auch von den Senioren selbst, die nicht auf ihre Lebensqualität und ein bisschen Spaß verzichten möchten.“

Annette Lauter ist Jahrgang 1959. Sie ist in Hessen auf dem Land aufgewachsen, hat zeitweise in Stuttgart und Frankfurt am Main gelebt und ist nun seit 30 Jahren in Berlin zu Hause. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und kennt die Pflege und Betreuung aus dem eigenen Umfeld sehr gut – „mit allen Höhen und Tiefen.“ Selbst eingebunden in eine Großfamilie mit mehreren Generationen ist für Annette Lauter das „Umeinander-Kümmern in Freuden- und auch in Trauerzeiten selbstverständlich.“

Annette Lauter hat eine Ausbildung zur qualifizierten Senioren-Assistenz nach dem Plöner Modell absolviert. Sie sagt: „Dank einer klaren Absprache mit mir können Senioren ihren Alltag selbstbestimmt gestalten. Sie wissen, wann ich komme und können Fragen, Vorschläge, Ideen und Nöte auf diesen Tag und diese Stunden legen. Ältere Menschen fühlen sich so nicht als Bittsteller, sondern nehmen eine bedarfsgerechte Unterstützung in Anspruch – und das ganz ohne Stoppuhr.“

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Zurzeit betreut Lauter Impulse vier Senioren, Männer ebenso wie Frauen. Annette Lauter: „Empathie ist in diesem Beruf ganz wichtig. Man muss auf die Wünsche des Betroffenen eingehen können und Spaß an der Begleitung haben. Unsere Kunden danken es uns sehr, sie sind oft schon über kleine Dinge sehr dankbar. So habe ich eine Seniorin, die früher sehr gern gebacken hat und das nun nach einem Schlaganfall nicht mehr kann. Nun, dann backen wir in unserer Zeit eben zusammen einen Kuchen.“

Bei manchen Senioren ist die Familie noch da und kann sich kümmern. Aber das geht mit Beruf und Verpflichtungen eben auch nicht immer rund um die Uhr. Und in Urlaubszeiten lohnt es sich auch, auf die Senioren-Assistenz zurückzugreifen. Annette Lauter: „Bei manchen Senioren wohnt die Familie aber auch hunderte von Kilometern weit entfernt, sodass ein Sich-Kümmern nur sporadisch und auf keinen Fall regelmäßig stattfinden kann.“

Die Senioren-Assistenz kümmert sich zurzeit noch nebenberuflich um ihre älteren Kunden – entweder regelmäßig zu individuell vereinbarten Zeiten, manchmal aber auch nur für eine befristete Zeit, etwa, wenn die Familie im Urlaub ist. Bei steigender Nachfrage soll Lauter Impulse aber eine hauptberufliche Beschäftigung werden, gern auch mit weiteren Kräften. Ein Auto ist vorhanden, auf Zehlendorf und Steglitz allein ist Annette Lauter demnach nicht beschränkt: „Der Süden Berlins kommt mir da schon sehr gelegen.“

Ein Traum von Annette Lauter ist es, ein Erzählcafé für Senioren zu etablieren, in dem sich ältere Menschen zu Kaffee und Kuchen treffen, um Gemeinschaft zu haben und über Alltägliches, Vergangenes und Zukünftiges zu reden. (Foto / Text: CS)

Info: Lauter Impulse, Senioren-Assistenz Annette Lauter, 12207 Berlin-Steglitz, Tel.: 0157 – 30332810, www.die-senioren-assistenten.de/annette-lauter

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